13.03.15 – Alge Elastic — read English version

Raum für Entwicklungen

„Kollektionen ändern sich. Was bleibt ist die Faszination“. Mit diesem Slogan wirbt die Alge Elastic aus Lustenau in Österreich für sich und ihre Produkte. Mit dem Bau der neuen Produktionshalle 2012 begann eine neue Ära in der über 90jährigen Firmengeschichte. Neue Maschinen, neue Technologien, neue Produktlinien. Thema in dieser Ausgabe: elastische Bänder und Spitzen.

Fantasie, Zartheit, Mode, Avantgarde, Trends, Farben, Design. Produktbeispiele / Imagebilder von Alge Elastic für Wäsche und Dessous Photos: Alge...

Fantasie, Zartheit, Mode, Avantgarde, Trends, Farben, Design. Produktbeispiele / Imagebilder von Alge Elastic für Wäsche und Dessous Photos: Alge Elastic

 
Alge Elastic: Raum für Entwicklungen
 
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1923 beginnt die Geschichte der Firma Alge Elastic und Firmengründer Albert Alge erzeugt zunächst Stickereien, die diese Region bald international berühmt machen. 1932 erkennt er das hohe Marktpotential für elastische Bänder und Flechtlitzen. Sein Sohn Kurt Alge hat den Gründergeist (weiter-) gelebt und die Firma bis zu seinem Tod 1999 stetig ausgebaut. Auch Hanno Alge, Sohn von Kurt Alge, führt die Tradition heute als Geschäftsführer erfolgreich fort. Hohe Qualität, Flexibilität und die Freude an innovativen Produktlösungen zeichnen die Alge Elastic aus. Beim Rundgang durch die Produktion in Lustenau spürt der Besucher den kreativen Geist und die hohe Kompetenz des Bandwebens.

Internationale Designer, die von Alge Elastic beauftragt werden, nutzen das kreative Potential des Familienunternehmens und begeistern Kunden auf der ganzen Welt mit ihren innovativen Entwicklungen. Als Marktführer bei elastischen Bändern liefert Alge Elastic heute in 33 Länder der Erde. Die aktuelle jährliche Produktionsmenge? Dazu heißt es: „Dreimal um die Erde rum reichen unsere elastischen Bänder, die wir pro Jahr herstellen“. Als vollstufiger Betrieb bedeutet dies die Produktion vom Garn bis hin zum fertigen Produkt! In Lustenau stehen sämtliche Produktionsstufen dafür bereit: Zettlerei, Weberei mit modernsten, digital gesteuerten Jacquardmaschinen, Wirkerei, Häklerei, Färberei, Ausrüstung (Veredlung) sowie der technischen Nachbearbeitung. Dies „macht uns besonders flexibel und wir können für unsere Kunden auch kleinere Mengen oder Sonderanfertigungen realisieren“, so Hanno Alge.

Getreu dem Motto einen „leistbaren Luxus“ zu bieten, ist das Produktsegment Wäsche nach wie vor das Wichtigste im Portfolio. Entsprechend ist Alge Elastic auf allen wichtigen internationalen Messen und Märkten mit Komponenten für Wäsche und Dessous präsent. Dank eigener Färberei nebst eigenen Rezepturen (alle Farbstoffe sind zertifiziert nach Öko-Tex Standard 100) lassen sich die Farbwünsche der Kunden erfüllen. Eigene Prüflabors sichern den garantiert hohen Qualitätsstandard der Produkte. Das hochmoderne und vollautomatisierte Hochregallager sorgt für eine schnelle und zuverlässige Lieferung. So kommen heute z.B. 85 Prozent aller Skibrillen-Stirnbänder der Welt pünktlich vom Vorarlberger Familienunternehmen aus Lustenau zu den Kunden aus der ganzen Welt.

Der Global Player erfüllt in seinem Kerngeschäft „Wäsche und Dessous“ die an ihn gestellten individuellen Aufgabenstellungen. Mehrere komplette Kollektionen umfassen zahlreiche Häkelbänder und Spitzen aus natürlichen oder synthetischen Garnen, sind mal matt oder glänzend, immer in effektvoller Optik und im jedwedem gewünschten Farbton lieferbar. Für den Einsatz als Strumpfhosenabschlussband (halterlose Strümpfe) sorgen sie zudem z.B. für einen perfekten Halt. Als führender Bandhersteller schätzen Textiler, Techniker, Designer, Einkäufer und Qualitätsmanager, aber auch Geschäftsführer und Inhaber von führenden Unternehmen auf der ganzen Welt die Produkte der Vorarlberger Bandweberei. Alge Elastic zählt zu den modernsten Unternehmen seiner Art in Europa. Die Kunden kommen aus den Bereichen Underwear, Dessous, Strümpfe, Sportswear aber auch die Medizin- und Fahrzeugindustrie zählt heute dazu.

Und warum das alles am Standort Lustenau und nicht in Fernost oder auch Mexico? Hierzu sagt Hanno Alge: „Hier im Vorarlberg haben wir gute Mitarbeiter und das richtige Umfeld für unsere Produktion. Wir sind sehr darauf bedacht, dass der Produktionsstandort Lustenau erhalten bleibt und wollen hier weiter wachsen. Unser Ziel ist die Produktion 50 Prozent Wäsche/ Dessous und 50 Prozent andere Textilien“. Worin nun genau diese 50 Prozent andere Textilien von Alge Elastic bestehen und was in dem Segment Technische Textilien bereits schon erreicht ist, davon mehr in unserer kommenden Ausgabe.

1923 beginnt die Geschichte der Firma Alge Elastic. Gründer Albert Alge erzeugte zunächst Stickereien, die diese Region bald international berühmt machen. 1932 erkennt er das hohe Marktpotential für elastische Bänder und Flechtlitzen. Innovationskraft und Investitionsfreude kennzeichnen die Aufbaujahre in den 40er und 50er Jahren. 1947 erfolgt die erste Betriebserweiterung, 1950 kommt es zu der Übernahme der Markenlizenz „Gold Zack“ und 1954 sorgte der Ankauf der 1. Nadelwebmaschine Österreichs für Aufsehen in der Branche.

1982 erfolgt der Ankauf der Vereinigten Bandfabriken im burgenländischen Hornstein. 1993 ist die Lizenz Gold Zack Geschichte. Die neue Marke heißt „Kurt’s“. 1988 vernichtet ein Großbrand die gesamte Produktion und das Warenlager in Lustenau. Keine zwei Jahre später ist eine neue, noch größere Fabrik bezugsbereit und erstmals die gesamte Produktion unter einem Dach. 2012 wird mit dem Bezug der neuen 4.000 m² großen neuen Halle ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Firmengeschichte erreicht.