08.09.23 – Stickerei & textile Dekoration

Gunolds Trends für Herbst/Winter 2024/25

Reiner Knochel, Textile Experience, hat für Gunold einen Blick auf mögliche Umsetzungen der Trends in Stickerei und textiler Dekoration geworfen.

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3D Wirkware von Swisstulle, bestickt mit Gunolds „Poly Flash“ (Design: Jutta Erb, Modefachschule Sigmaringen) © Reiner Knochel

 

Die Textil- und Modebranche zeigt nach wie vor starke Kontraste. Weltweite Krisen verstärken einerseits das Verlangen nach Harmonie und Schönheit, andererseits den Wunsch nach Veränderung. Die Farbpalette ist sowohl natürlich und ruhig als auch wild und herausfordernd. „Monomaterial“ als Trend spielt eine wichtige Rolle. Dabei ist alles aus einem Material, beispielsweise nur aus Baumwolle. Hybride Teile hingegen bringen Abwechslung durch verschiedene Materialien, Techniken und Farben.

Kreativität und Ideenreichtum

Natürliche Elemente treffen auf künstliche Materialien. Echte Blätter und Blüten werden mit transparenten Folienresten auf der Hitzepresse verpresst. Volumen und Schnitte sorgen für fröhliche Akzente. Die Stickerei, oft kombiniert mit anderen Techniken, bietet vielfältige kreative Möglichkeiten. Upcycling ist ein aufstrebendes Thema bei allen Modemarken und durch alle Preissegmente. So finden etwa Stoffreste, Verschnitt, Zutaten aus früheren Kollektionen oder fehlerhafte Ware einen neuen Verwendungszweck. Außerdem sind haarige Looks, wollige Effekte, Fransen, Kordeln und gefilzte Optiken gefragt. Dieser Trend bringt Wärme, Weichheit und Struktur in die Mode.

Goldstickerei: Tradition trifft Moderne

Trotz finanzieller Krisen verzeichnen große internationale Marken Umsatzsteigerungen. Gold behält seinen Platz in Kollektionen, sei es in aufwendiger Kurbelstickerei auf Samt oder zurückhaltend auf Baumwolle. Zudem werden traditionelle Techniken wie der aus der Handstickerei bekannte Kreuzstich neu interpretiert.

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