14.12.22 – Textilrecycling

Vegane Fasern aus recycelten Jeans

Lederett hat eine nachhaltige Lösung erarbeitet, die Textilfasern in ein strapazierfähiges, haltbares und kreislauffähiges Material verwandeln.

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Nima Bond weist großes Potenzial auf als Werkstoff für Möbel, Oberflächen und Fußböden sowie für Artikel des täglichen Bedarfs. © Lederett

 
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Die Denim-Fasern werden in ein haltbares und kreislauffähiges Material verwandelt. © Lederett

 

Mit Nima Bond hat die Firma Lederett ein veganes Material entwickelt, das eine hohe Wertschöpfung beinhaltet. Mit dem neuen Upcycling-Material werden völlig neue Anwendungsgebiete möglich. Mit umfangreichen, technologischen Versuchen, die im Wesentlichen auf dem traditionellen Verfahren des Lederrecyclings beruhen, wurde eine nachhaltige und sinnvolle Lösung erarbeitet, die Textilfasern – hier speziell Denim-Fasern – in ein strapazierfähiges, haltbares und kreislauffähiges Material verwandeln. Nima Bond weist großes Potenzial auf als Werkstoff für Möbel, Oberflächen und Fußböden. Weitere Anwendungen sieht man für viele Artikel des täglichen Bedarfs im Büro, im Haushalt oder für die Schule.

Mit hocheffizienten mechanischen Zerkleinerungsaggregaten werden die textilen Reststoffe zu Kurzfasern, knotenfrei vereinzelt und in eine wässrige Suspension eingearbeitet. Die Fasermatrix kann je nach späterer Anwendung mit weiteren Fasern pflanzlicher Herkunft und Hilfsstoffen (Fette, Wachse, Öle) verfeinert werden. Unter Hinzugabe von Naturlatex wird die wässrige Suspension mechanisch entwässert, ausgepresst, getrocknet und steht als Endlosware mit einer Arbeitsbreite von 2 m zur weiteren Verarbeitung bereit.

Nima Bond hat Versuche mit klassischen Ausrüstungsformen wie Bügeln und Schleifen bereits erfolgreich absolviert. Weitere Veredelungstechnologien wie Prägen und Beschichten sind gerade in der Erprobung.

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