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22.03.19 – Lectra — read English version

Digital vernetzte Lieferkette – Zukunft der Modehersteller

Um in Zeiten der Veränderung als Hersteller weiterhin rentabel zu bleiben, ist die digitale Vernetzung der gesamten Lieferkette ein wichtiger Baustein.

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Eine digital vernetzt Lieferkette ermöglicht den fließenden Datenaustausch. © Lectra

 

Überbestände sowie zeitaufwändige Mehrfacharbeiten können so reduziert und das Lieferantennetzwerk optimiert werden.

Der Wandel der Modebranche stellt Hersteller vor eine Reihe von Herausforderungen. Das Verbraucherverhalten hat sich stark verändert und die Modemarken müssen ihren Kunden mehr Vielfalt und Personalisierung bieten. Modeunternehmen stehen unter dem Druck, mehr Styles und Kollektionen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern und das in Verbindung mit steigenden Beschaffungs- und Produktionskosten. Diese Entwicklungen wirken sich direkt auf die Hersteller von Mode aus, da sie sich mit den Veränderungen im Workflow ihrer Kunden auseinandersetzen müssen, um ein zukunftsfähiger Partner zu sein.

Effizientes PLM – Product Lifecycle Management

Zulieferer müssen sich laufend saisonalen Trends für Designs, Stoffe und Materialien anpassen. Um die heutigen Herausforderungen zu meistern, Engpässe vorherzusehen und zu vermeiden, müssen Unternehmen der Textilbranche ihre Lieferketten anpassen und digitalisieren. Lectra hat mit seiner langjährigen Branchenexpertise Fashion PLM 4.0 – eine PLM-Lösung speziell für die Modeindustrie –entwickelt und stetig weiter optimiert, um die gesamte Lieferkette digital zu verbinden, die Produktionszeit zu verkürzen und gleichzeitig bessere Kontrolle über die Materialkosten zu gewährleisten. „Eine digital vernetzte Lieferkette ist das Rückgrat der Industrie des 21. Jahrhunderts“, sagt Holger Max-Lang, Geschäftsführer Lectra Deutschland. „Nur ein fließender Informationsaustausch zwischen allen Gliedern ermöglicht kurze Produktzyklen, individualisierte Produkte und Preise, die bei gesicherter Qualität gehalten oder gesenkt werden können. Gleichzeitig ist eine solche Supply Chain flexibel genug, um auf veränderte Trends zu reagieren. Dazu ist aber ein übergreifendes Gesamtkonzept für alle Glieder notwendig – vom Rohstofflieferant über den verarbeitenden Zulieferer bis hin zur Marke und zum Kunden.“

Wie können unerwartete Kosten kontrolliert und erhebliche Überbestände vermieden werden?

Das größte Anliegen der Hersteller ist es, die Kosten zu senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Laut Helen Mountney, Geschäftsführerin von Kurt Salmon, Teil von Accenture Strategy, „wirken sich steigende Beschaffungs- und Produktionskosten für Bekleidung stark auf die Margen aus.“ Währungsschwankungen, steigende Löhne in den Produktionsländern und die Unsicherheiten des Marktes machen die Kalkulation der Kosten zu einem ständigen Jonglierakt. Anstatt in den Preisdruck einzugreifen, empfiehlt es sich für Hersteller, eine verbesserte Kommunikation mit ihren bestehenden, vertrauenswürdigen Lieferanten aufzubauen, um Mehrkosten in der Produktion langfristig zu minimieren.

Wie können Mitarbeiterkapazitäten effizient eingesetzt und unnötige Mehrfacharbeiten vermieden werden?

Die Hersteller stehen zudem unter Druck, eine größere Vielfalt an Waren in kürzerer Zeit zu liefern. Aber die Versuchung, die Produktion zu beschleunigen, kann zu schlechterer Qualität führen. Ohne Transparenz und Kontrolle über Prozesse riskieren die Hersteller, zu viel zu produzieren oder Aufgaben zu wiederholen, die Zeit und Geld kosten. Moderne PLM-Lösungen helfen, Lieferantenvorschläge zu vergleichen und die Lieferung kostengünstiger Produkte in den richtigen Mengen zu ermitteln. Die digital zur Verfügung stehenden Daten verhindern die Wiederholung zeitaufwändiger Aufgaben und reduzieren die Anzahl der zu erstellenden Muster und Prototypen. Zudem wird die Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen verbessert. Mit integrierten CAD-Lösungen wie Lectra Modaris und Diamino greifen alle Akteure der Lieferkette in Echtzeit auf die gleichen Daten zu. Ändert beispielsweise der Designer ein Muster, wird das direkt an den Hersteller gemeldet und automatisch für die weitere Wertschöpfungskette sowie zur Neuberechnung der Kosten berücksichtigt.

Wie können auch für Last-Minute-Aufträge Gewinnmargen gehalten werden?

Kunden geben Bestellungen häufig erst in letzter Minute ab. Dies führt für Hersteller oft zu höheren Kosten, da keine Zeit bleibt, sich nach den besten Lieferanten umzusehen. Auch bei einem größeren Auftragsvolumen als erwartet, können die Hersteller mit Materialengpässen konfrontiert werden, die häufig zu Gewinneinbußen führen. Über PLM-Lösungen werden Daten von verschiedenen Produkten und Kundenaufträgen in Bezug auf Materialkosten, Komponenten und Arbeitsgänge konsolidiert. So können Stoff- und Komponenteneinkäufe besser antizipiert werden, um die Produktionslinie effektiv zu planen und schwankende Nachfragen gut abzudecken. Ebenso lassen sich Materialbestellungen in großen Mengen und im Voraus platzieren, um Materialengpässe und hohe Lieferantenkosten zu vermeiden.

Wie kann das Lieferantennetzwerk optimiert werden?

Lieferanten und Subunternehmer sind für den täglichen Betrieb eines Herstellers von entscheidender Bedeutung. Daher ist es wichtig über ein einheitliches und zuverlässiges Kommunikationstool für das Lieferantennetzwerk zu verfügen. „Die größte Herausforderung – und die größte Chance – besteht darin, die verfügbare Technologie so zu gestalten, dass sie die Kosten der Lieferkette reduziert“, so Matthijs Crietee, Generalsekretär der International Apparel Federation. Er sieht die Fragmentierung als Risikofaktor für Fehler und steigende Kosten.

Die Antwort: PLM-Lösungen

PLM-Lösungen, wie z. B. Lectra Fashion PLM 4.0, verbinden Informationssysteme und geben dem gesamten Team Zugang zu standardisierten und vollständigen Daten. Der Schlüssel zum Erfolg ist der reibungslose Austausch dieser Informationen – beispielsweise Kundennachfrage, Bestellmengen der Unternehmen, Produktionszeiten der Zulieferer sowie Lagerbestände und Lieferzeiten der Rohstofflieferanten. Dadurch kalkulieren die einzelnen Partner Mengen und Zeiträume präziser, teilen diese Informationen untereinander und passen Bestellungen und Produktion entsprechend an. Die direkte digitale Kommunikation gestaltet die Lieferkette schlanker.