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11.04.18 – Mayer & Cie. — read English version

Gratulation zum Innovationspreis

Mayer & Cie. erhält den Innovationspreis des Bundesumweltministeriums für Spinnstricktechnologie.

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Sebastian Mayer, Mitglied der Geschäftsleitung von Mayer & Cie. und Michael A. Tuschak (Mitte links nach rechts), Marketing & Vertrieb spinitsystems nahmen den Preis aus den Händen von Staatssekretär Jochen Flasbarth (ganz links) und Holger Lösch, Stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer (ganz rechts), entgegen. © Christian Kruppa (christiankruppa.de)

 

Der Albstädter Rundstrickmaschinenhersteller Mayer & Cie. wurde für seine Spinnstricktechnologie spinitsystems mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) ausgezeichnet. Alle zwei Jahre würdigen das Bundesumweltministerium (BMUB) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) mit dem IKU Innovationen, „die im Bereich Klima- und Umweltschutz neue Wege aufzeigen“. Dies sahen die Juroren bei spinitsystems gegeben. Durch die Kombination des Spinnens und Strickens in einer Maschine spart sie Energie, Ressourcen, Platz und Zeit bei der Herstellung von Single Jersey. „Wir sind der erste Hersteller, der es gewagt hat, diese beiden Prozesse, die seit jeher auch ideologisch getrennt waren, zusammenzuführen“, sagt der spinitsystems-Verantwortliche Michael A. Tuschak. „Wir freuen uns sehr, dass der lange Atem, den man haben muss, um eine solche Innovation auf den Weg zu bringen, mit diesem Preis belohnt wurde.“

Weniger CO2, weniger Energie, weniger Ressourcen

 Normalerweise wird auf den Rundstrickmaschinen des Traditionsunternehmens Mayer & Cie. ein Garn zu einer textilen Fläche verarbeitet. Dieses Garn stammt aus der Spinnerei, wo es in einem aufwendigen und energieintensiven Prozess hergestellt wird. Im Unterschied dazu wartet die neue Spinnstrickmaschine von Mayer & Cie. nicht, bis das Garn fix und fertig aus der Spinnerei kommt, sondern verarbeitet ein Vorgarn, die Flyer-Lunte. So kann sie die beiden bisher strikt getrennten Prozesse des Spinnens und der Strickens in einer Maschine, der Spinit 3.0 E, kombinieren. Dadurch entfallen verschiedene Maschinen, was den Platzbedarf um rund ein Drittel reduziert. Auch der Prozess verkürzt sich, was mit einem Energieaufwand, der etwa ein Drittel unter dem des herkömmlichen Herstellungsprozesses liegt, einhergeht. Das wirkt sich positiv auf die CO2-Bilanz aus.

 Außerdem hilft die Spinnstrickmaschine, wertvolle Baumwolle zu sparen: Reste auf den Spulen sind kein Abfall, sondern wandern zurück in die Spinnerei.

 Bewertung: Preiswürdig

 Es waren diese Punkte, die die Jury des IKU bei der Würdigung besonders hervorhob. Auch das Marktpotenzial und die avisierte Menge an Maschinen im Fünfjahreszeitplan konnten die Organisatoren überzeugen. Außerdem, so die Jury, zeigten die 30 aktiven Patenfamilien im Zusammenhang mit spinitsystems und der lange Entwicklungszeitraum die unternehmerische Leistung, die hinter dieser Innovation stehe. Auf die ist auch Sebastian Mayer, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für die Unternehmensentwicklung, besonders stolz. „Wir haben mit der Kombination des Spinn- und Strickprozesses eine Schnittstelle geschaffen, wie es sie vorher noch nicht gab. Mit der kennt sich außer uns noch niemand aus, so dass wir uns neben dem Technologievorsprung auch einen wertvollen Wissensvorsprung erarbeitet haben.“

 Mit der Auszeichnung erhalten die Sieger der fünf Kategorien des IKU ein Preisgeld von jeweils 25 000 Euro zur Unterstützung ihrer Klima- und Umweltaktivitäten. Bei der Auswahl der Preisträger hat sich die Jury des IKU auf die Empfehlung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) verlassen, das die Bewerbungen eingehend geprüft und von den Bewerbern teilweise weitere, tiefergehende Informationen eingefordert hat.