03.05.17 – Messe Frankfurt — read English version

Techtextil 2017 – Hohenstein: Passion für Textilien – von der Idee bis zum Markterfolg

Exponate zum Thema Biodegradation von Textilien bilden am neu gestalteten Messestand der Hohenstein Gruppe einen Schwerpunkt der Präsentation.

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Biodegradation von Textilien Beginn, dritte Ausgrabung nach sieben Wochen sowie letzte Ausgrabung nach 14 Wochen in einem Erdeingrabe-Test, bei dem die Abbaubarkeit der Materialien beurteilt wird. Die Textilien werden in einem Einlegegitter befestigt und in die Eingrabestelle eingebracht. Die linke Seite des T-Shirts besteht aus reinem Polyester, die rechte Seite aus 100 % Baumwolle. Die Jeans setzt sich aus 99 % Baumwolle und 1 % Elastan zusammen. Für die Eingrabung wird mikrobiologisch standardisierte Erde verwendet (Photo: Hohenstein Institute)

 

Kompetente Ansprechpartner aus den Bereichen Entwicklung und Dienstleistung stehen den Messebesuchern am Stand sowie im Anschluss an insgesamt fünf Fachvorträge im Rahmen des Techtextil Symposiums und des Texprocess Forums für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Die biologische Abbaubarkeit von Textilprodukten spielt eine immer wichtigere Rolle für eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbetrachtung, welche nicht nur die Herstellung und Produktsicherheit in den Fokus rückt, sondern auch den Verbleib des Produkts nach Ende seines Gebrauchszyklus. Am Messestand und auf dem Texprocess Forum des DTB stellen die Hohenstein Experten ein selbst entwickeltes Prüfverfahren zur Beurteilung der Biodegradation von Textilien vor und zeigen die Werbemöglichkeiten mittels einer Zertifizierung und eines Produktlabels auf.

In einem Gemeinschaftsprojekt arbeiten die Hohenstein Wissenschaftler aktuell an der Entwicklung einer wasser- und schmutzabweisenden Ausrüstung auf Protein-Basis als Alternative zur Hydrophobierung mittels der noch vielfach verwendeten Fluorcarbon-Chemikalien (PFC). Ziel ist eine ökonomisch und nachhaltig stabile Funktionalisierung von Textilien durch biotechnologisch hergestellte Pilzproteine, um die für Mensch und Umwelt potenziell schädlichen per- und polyfluorierten Kohlenwasserstoffe zu ersetzen.

In einem ZIM-Forschungsprojekt entwickeln die Forscher in Hohenstein derzeit eine thermoelektrische Kühlbandage zur mobilen Kältetherapie bei akuten Verletzungen und der Nachbehandlung bei Operationen. Der Unterschied zu herkömmlichen Kühlsystemen wie Cool-Packs oder Kompressen ist dabei die kontrollierte, konstante und moderate Kühlung, so dass sich Kälteschäden bis hin zu lokalen Erfrierungen vermeiden lassen. Ein wichtiger Kernaspekt des Projekts ist der Schichtaufbau flexibler Textil- und Polymermaterialien mit hoher thermischer Leitfähigkeit unter Berücksichtigung der Integration elektronischer Komponenten.

Ein verantwortungsvolles Chemikalienmanagement in den Unternehmen der textilen Kette gewinnt spätestens seit der Greenpeace Detox-Kampagne und der Roadmap der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Initiative zunehmend an Bedeutung und Dringlichkeit, um identifizierte schädliche Chemikalien bis 2020 aus der Produktion auszuschließen. Auf Grundlage des Oeko-Tex Baukasten-Systems an Zertifizierungen und Tools für mehr Nachhaltigkeit bietet Hohenstein den Firmen Lösungen an, mit denen sie ihr Chemikalienmanagement schrittweise optimieren können, um die genannten Marktanforderungen erfolgreich zu meistern.

Hohenstein stellt zudem seine Expertise im Bereich Schnitttechnik und Passformprüfung vor. Erfahrene Bekleidungstechniker unterstützen schon heute viele namhafte Firmen individuell bei der Entwicklung von Bekleidung mit optimaler Passform. In das breite Serviceangebot fließen dabei immer wieder neueste Erkenntnisse aus Forschungsprojekten und Reihenmessungen der Hohenstein Institute ein. In jüngster Zeit z.B. aktuelle Daten zum Brustvolumen bei Frauen, die eine weitere Verbesserung der Cup-Größen von BHs ermöglichen.

Die Hohenstein Gruppe auf der Techtextil Halle 3.1 B21