Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

20.08.19 – Smartes Sourcing in Marokko — read English version

Maroc in Mode – Maroc Sourcing

Steigenden Produktionskosten in asiatischen Ländern machen Nearshoring-Länder wie Marokko attraktiv und rücken sie in den Fokus.

Maroc-in-Mode--Maroc.jpg

Maroc in Mode – Maroc Sourcing wird von Amith, dem marokkanischen Textilverband in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Außenhandelsministerium und AMDIE organisiert und findet vom 17. und 18. Oktober 2019 in Marrakesch, Marokko statt. © Maroc in Mode – Maroc Sourcing

 

Vom 17. bis 18. Oktober 2019 präsentieren sich auf der Maroc in Mode – Maroc Sourcing ca. 200 Top-Lieferanten, Komplettanbieter und CMT-Hersteller aus dem Mittelmeerraum den Einkäufern und Händlern aus Europa und Übersee auf ca. 5.000 qm Ausstellungsfläche auf dem Gelände der Autorennstrecke Moulay Hassan. Die Messe bietet einen umfassenden Überblick über die marokkanische Textil- und Bekleidungsindustrie von Fast Fashion über hochwertige Produktion, von Trendspitzen bis zum Angebot von nachhaltig hergestellten Kollektionen. Segmentiert wird die Messe in die Bereiche Fast Fashion, Denim, Jersey, Sportswear, Leder. Erwartet werden rund 1.500 Besucher aus aller Welt.

 Sourcingtrend Nearshoring

 Die steigenden Produktionskosten in asiatischen Ländern machen Nearshoring-Länder wie Marokko attraktiv und rücken sie in den Fokus. Der Preisunterschied zwischen den Produktionsländern verringert sich kontinuierlich.

 Insbesondere kurzlebige Trends, die sich aus Street Styles und Instagram-Postings entwickeln, erfordern einen reaktionsschnellen Markt mit kurzen Lieferzeiten. Für modeorientierte Unternehmen ist ein schnelles Aufgreifen und Anbieten von Trends essentiell, um konkurrenzfähig zu bleiben. Diese Trends verbreiten sich saisonunabhängig, die Bedeutung einer „In-Season“-Flexibilität nimmt stetig zu.

 Eine aktuelle McKinsey-Studie sieht Nearshoring, u. a. für Online-Händler, von ausschlaggebender Relevanz.

Eine agile Fertigungskette sei von großer Bedeutung, um die Beständigkeit dieses Geschäftsmodells zu bewältigen. Für die kurzen Produktentwicklungszeiten und niedrige Stückzahlen ist Nearshoring der Schlüssel.

 Marokkanische Betriebe passen sich dieser Nachfrage immer mehr an und bieten zunehmend Möglichkeiten der Produktion geringerer Stückzahlen.

 Die Befragung von 100 Führungskräften im Zuge der Studie zeigt, dass 79 Prozent der Teilnehmer zukünftig eine Verschiebung vom Offshoring zum Nearshoring im Sourcing sehen.

Kontinuierliches Wirtschaftswachstum und Ausbau der Textilindustrie in Marokko

 Marokko befindet sich in einer Phase kontinuierlichen Wachstums, begünstigt durch ausländische Investitionen und eine Expansion der Infrastruktur. Für dieses Jahr wird ein 3-prozentiges Wirtschaftswachstum erwartet, das BIP soll von 118,5 Mrd. US$ in 2018 auf 125,5 Mrd. US$ in 2019 steigen, laut Schätzungen von Economist Intelligence.

 In 2018 generierte die Bekleidungsindustrie 15 Prozent des industriellen BIPs des Landes und 25 Prozent der marokkanischen Exportgüter, ca. 3,6 Mrd. Euro. Die über 1.600 Unternehmen der Industrie beschäftigen mehr als 190.000 Mitarbeiter und haben eine Produktionskapazität von über einer Milliarde Artikel. Für 2020 setzt sich Marokko ambitionierte Ziele für den Ausbau der Textilindustrie. Mit Investitionen von rund 450 Mio. Euro will der marokkanische Textilverband 62.500 neue Stellen schaffen und den Umsatz um 1,5 Mrd. Euro steigern. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Strick, technische Textilien und Denim.

 Die Eco-Systeme, Cluster, die die moderne Produktion, das Design und die Einhaltung internationaler Standards vorantreiben, spielen eine wichtige Rolle für den Ausbau der Textilindustrie. In diesem Zusammenhang nimmt das Denim-Cluster eine wichtige Position ein und wird im Rahmen der Industrieförderung und nachhaltigen Produktion stark unterstützt.

 Marokko ist durch seine geopolitische Lage, die politische und soziale Stabilität ein zuverlässiger Produktionsstandort.

Neben der weltweit führenden Position Marokkos als Fast Fashion-Champion bietet das Land durch seine Nähe zu Europa die Möglichkeiten schneller Lieferungen auf dem Landweg mit kurzfristigen Auslieferungsterminen. Die Verkürzung der Lieferwege verringert den ökologischen Fußabdruck der Unternehmen, ein wichtiger Aspekt im Kontext der nachhaltigen Produktion, ein ausschlaggebender Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit am Markt. Zudem sind viele Betriebe in Marokko BSCI und GOTS zertifiziert. Zudem kann Marokko mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis punkten – durch EU-Abkommen bietet eine Produktion in Marokko Zollfreiheit.

 Messestandort Marrakesch

 Marrakesch wird 2020 die erste Kulturhauptstadt Afrikas. Nicht zuletzt durch die Eröffnung des Museums MACAAL, das zeitgenössische afrikanische Kunst zeigt und die Kunstmesse 1:54, die letztes Jahr in Marrakesch zum ersten Mal stattfand, konnte sich die marokkanische Metropole als Zentrum für Kunst und Kultur etablieren.

Das 2017 eröffnete Yves Saint Laurent Museum mit dem benachbarten traumhaften Jardin Majorelle begeistert die Kunst- und Modeszene. Marrakesch beeindruckt und inspiriert gleichermaßen. Der Haut Couture dient sie seit langem als Inspirationsquelle. So präsentierte das Modehaus Dior im Frühjahr seine afrikanisch inspirierte Cruise-Collection in Marrakesch.

 Maroc in Mode –Maroc Sourcing wird von Amith, dem marokkanischen Textilverband, in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Außenhandelsministerium und AMDIE organisiert und findet vom

 17. und 18. Oktober 2019 in Marrakesch, Marokko statt.

Weitere Artikel zu: