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06.09.19 – Wearable Elektronics

Auf Schalke heißt es jetzt: Mein T-Shirt zahlt

Fans von Schalke04 kommen ohne Stadionticket am Einlass vorbei. Bedingung: Sie müssen ihr online Euro-aufgeladenes RFID-Shirt tragen.

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Mit dem Textil bezahlen dank textiler RFID-Innovation. Fans der „Königsblauen“ machen den Anfang. © Schalke

 

Mit dem Textil bezahlen – eine Weltneuheit: die „Königsblauen“ machen den Anfang.

Wer mit seinem Bezahl-Chip im Trikot und darauf geladene Euros ins Stadion kommt, dem stehen nicht nur die Stadiontore ohne Bares bzw. Kreditkarte offen, sondern zudem die 32 Verpflegungs- und Getränkestände in der Veltins-Arena.

Dank Googles wenigen Treffern zum Bezahl-T-Shirt konnte sowohl der Verein als auch die in Bayern ansässige Schreiner Group (Oberschleißheim) als Produzent von im Textil verborgenen RFID-Chips gefunden werden. Für Dr. Kai Schnapauff, Leiter von Schreiner PrinTrust, ist die Integration von RFID ein erster Anfang für die vielversprechende funktionelle Symbiose zwischen Textil und gedruckter Elektronik. Auf kundenindividuelle Funktionslabels und Sicherheitsetiketten für Authentifizierung, Manipulationsschutz und automatische Identifikation für Behörden und Dienstleister spezialisiert, konnte sein Team bei dieser Entwicklung auf langjährige Erfahrungen mit NFC-Lösungen für kontaktlose Zahlungssysteme wie auch RFID-Lösungen für die automatische Fahrzeugidentifikation zurückgreifen.

Dr. Kai Schnapauff, Leiter von Schreiner PrinTrust:

„Chip und Antenne sind nicht spezifisch für die Anwendung in Textilien; eine Herausforderung war dagegen, das Bauelement robust zu verpacken und es gleichzeitig immun gegen zahlreiche Waschgänge zu machen.“

Die ersten RFID-Kunden für den (rfid))-DuraTag des Unternehmens waren daher vor Jahren Wäschereien – an Wearables habe man damals kaum denken können. Für solche neue Anwendungen sei eine hohe Datensicherheit erforderlich. Daher bietet Schreiner auch verschiedene Sicherheits-Chips an.

Aus dem Anwendungsvideo von Schalke04:

„Mit Beginn der Saison 2017/18 trägst du nicht nur Schalke im Herzen, sondern auch ein bisschen Zukunft auf dem Arm.“

Und so funktioniert das Bezahl-Heimtrikot in der Praxis

Nach T-Shirt-Kauf laden Fans die neueste Version der Vereins-App herunter und registrieren ihr Trikot unter dem Menüpunkt „Bezahlen auf Schalke“. Dazu muss eine im Ärmelsaum eingegebene neunstellige Identifikationsnummer eingegeben werden. Vor dem Stadion-Besuch wird dann der Chip online über PayPal oder mit der eigenen Kreditkarte aufgeladen. Beim Bezahlen am Kiosk wird der betreffende Betrag von Verkaufsmitarbeitern per NFC-Smartphone automatisch abgebucht – übrigens per geschlossenem, abgesicherten WLAN.