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31.07.19 – Textanzeige

Die Antwort auf Rabattschlachten gibt es bereits

Umbruch der Modeindustrie, Rabattschlachten und falsche Waren auf dem Markt sind immer wiederkehrende Headlines. Holger Max-Lang, Geschäftsführer Lectra Deutschland GmbH schildert seine Sicht auf den Markt und wie mit On-Demand-Produktion die richtige Ware, in der richtigen Menge in die Läden kommt.

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Holger Max-Lang, Geschäftsführer Lectra Deutschland © Lectra

 
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Fashion on Demand Präsentation bei Lectra © Lectra

 

Interview mit Holger Max-Lang, Lectra

Warum hört man ständig von Rabattschlachten und wie bekommen Modeunternehmen die richtige Ware auf den Markt?

Holger Max-Lang: Heute dauert es in etwa neun bis 14 Monate bis Kollektionen in die Läden kommen. Die benötigte Menge wird nach ersten Verkaufsshows und Vorbestellungen festgelegt und produziert. Leider entspricht sie häufig nicht dem eigentlichen Bedarf und Teile der Kollektion müssen mit hohen Abschlägen verkauft werden, was der Branche die Margen zerstört und große Schwierigkeiten bereitet. Also gilt es die Prozesse zu verändern – der Produktlebenszyklus von Kleidungstücken muss neu definiert werden. Mit On-Demand-Produktion kann nachfrageorientiert – also den Kundenwünschen entsprechend – und in Kleinserien produziert werden. Denn der Markt verlangt kleine Mengen, die in kurzer Zeit lieferbar sind, also beispielsweise 50 Blusen alle zwei Wochen anstatt 5.000 Blusen auf einen Schlag.

Ist On-Demand-Produktion für Modeunternehmen bereits möglich und wenn ja, wie?

Holger Max-Lang: Lectra hat mit Fashion on Demand eine Industrie 4.0-Komplettlösung für die Produktion von individualisierter Mode in Kleinserien auf den Markt gebracht. Mit Fashion on Demand wird die Supply Chain neu gestaltet, um maximal variabel – also in Stückzahlen, die tatsächlich benötigt werden und das in einem überschaubaren Zeitrahmen – zu produzieren. Die meisten Modeunternehmen spüren den Druck vom Markt und von den sich verändernden Kundenbedürfnissen, wie die der Millennials. Es geht um die Zukunft des Shoppings. Jetzt sind Vorstellungsvermögen, Changemanagement und Investitionen in den On-Demand-Produktionsprozess sowie in die Mitarbeiter dringend gefragt. Lectra hat vor kurzem das Unternehmen Retviews übernommen – Retviews hat eine Technologie basierend auf Artificial Intelligence entwickelt, die ermöglicht, dass Fashion Brands zu jedem Moment Informationen über Markt und Wettbewerb gestellt bekommen und so unmittelbar kollektionsrelevante Entscheidungen treffen können. Dies kann durchaus zu kurzfristigen Veränderungen im Hinblick auf Styles, Farben und Mengen führen – ohne eine ausgereifte Technologie basierend auf Fashion on Demand-Kriterien ist dies gar nicht möglich.

Mehr zum Thema individualisierte Mode in der Studie „2019 Personalization Survey report“ hier zum Download: https://www.lectra.com/en/library/2019-personalization-survey-report

Vorteile von Losgröße 1 für Unternehmen

  • Spart wertvolle Zeit und Geld
  • Reduziert Lagerkosten auf ein Minimum
  • Erhöht die Kundenzufriedenheit
  • Ermöglicht jedem das zu bieten, was er braucht
  • Verknüpfung der Messungen mit digitaler Kleidung
  • Größenvorschläge für Kunden – rasch und unkompliziert
  • Senkt Kosten der Fertigung
  • Erhöhte Hygiene (vor allem im Unterwäsche- und Bademodenbereich)

Vorteile von Losgröße 1 für Endkonsumenten

  • Nie wieder langes Anstehen vor Umkleidekabinen
  • Man muss ein Kleidungsstück nicht mehr in mehreren Größen probieren, um herauszufinden, ob es passt
  • Nie wieder in Kleidung schlüpfen, die bereits von anderen Personen probiert wurde
  • Frustfreies Shopping im Store und online

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