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19.02.19 – textil+mode

Nach schwierigen Verhandlungen

Tarifvertrag für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie steht. Arbeitgeber sind an die Grenze des wirtschaftlich Machbaren gegangen.

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Markus Simon, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Geschäftsführer von Verseidag: Tarifvertrag für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie: „Arbeitgeber sind an die Grenze des wirtschaftlich Machbaren gegangen!“ © photothek/Heinl

 

Die Arbeitnehmer der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie bekommen in den kommenden zwei Jahren insgesamt 4,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt und eine Einmalzahlung von 340 Euro. Darauf haben sich Arbeitgeber und IG-Metall nach gut 14-stündigen Gesprächen verständigt.

Markus Simon, Verhandlungsführer der Arbeitgeber

„Der Abschluss gibt den Unternehmen auf die nächsten zwei Jahre Planungssicherheit in einer wirtschaftlich höchst instabilen Situation. Diese schwierige Lage hat die Verhandlungen bis zur letzten Minute bestimmt.“

Nach der Vereinbarung erhalten die Arbeitnehmer zunächst eine Einmalzahlung von 340 Euro. Ab 1. August 2019 steigen die Löhne und Gehälter um 2,6 Prozent; ab 1. September 2020 um 2,3 Prozent. Außerdem wird es Verbesserungen bei der Altersteilzeit, den Ausbildungsvergütungen sowie dem Urlaubsgeld geben. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Markus Simon: „Mit dem heute Nacht gefundenen Kompromiss sind wir an die Grenze des Machbaren gegangen. Dennoch war es wichtig, die Tarifauseinandersetzung nicht in die Länge zu ziehen, um die Unternehmen in angespannter wirtschaftlicher Lage durch Streiks nicht zusätzlich zu belasten. Für unsere Unternehmen geht es darum, international wettbewerbsfähig zu bleiben.“

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