24.06.26 – Schutzbekleidung — read English version

Nachbericht Protective Wear Days 2026

Neue Perspektiven für die Schutzbekleidungsbranche wurden kürzlich von Fachleuten aus Industrie, Forschung und Praxis bei den Protective Wear Days 2026 in Landsberg diskutiert.

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Die Betriebsbesichtigung mit anschließendem Gruppenfoto bei der VEIT GmbH ermöglichte praxisnahe Einblicke in moderne Produktions- und Verarbeitungstechnologien. © Veit GmbH

 
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Mehrfach wurde das Format als „Expert Knowledge Exchange“ beschrieben – geprägt von direktem Austausch, kurzen Wegen und praxisnahen Diskussionen. © Veit GmbH

 

Mit den Protective Wear Days 2026 haben der Dialog Textil-Bekleidung e.V. (DTB) und die VEIT GmbH am 9. und 10. Juni in Landsberg am Lech eine Plattform geschaffen, die gezielt auf die Anforderungen und Herausforderungen der textilen Schutzbekleidungsbranche ausgerichtet war. Rund 90 Fachleute aus Industrie, Forschung und Praxis nutzten die zweitägige Veranstaltung für Wissenstransfer, Diskussion und Networking.

 Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragestellungen rund um Protective Wear – von Schutzausrüstung für Militär und Behörden bis hin zu spezialisierten industriellen Anwendungen. Fachvorträge, Workshops und Ausstellerbeiträge beleuchteten Themen wie Materialkunde, Qualitätsmanagement, Verarbeitungstechnologien, Supply Chain Management, Zertifizierungsanforderungen sowie digitale Produktentwicklung mit 3D- und KI-gestützten Ansätzen.

 Besonders deutlich wurde, wie stark die Anforderungen an moderne Schutzbekleidung zunehmen. Funktionalität, Sicherheit, Materialperformance, Passform, Farbmanagement und Lieferketten müssen zunehmend integriert gedacht werden. Mehrere Vorträge machten deutlich, dass digitale Technologien und datenbasierte Prozesse hierbei eine immer wichtigere Rolle spielen – sei es in der Produktentwicklung, im Ausschreibungsmanagement oder in der Qualitätssicherung.

 Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Herausforderungen öffentlicher Ausschreibungen sowie den Anforderungen an belastbare und sichere Lieferketten. Gerade im Bereich militärischer und behördlicher Beschaffung wurde deutlich, wie wichtig Qualität, Transparenz und langfristige Partnerschaften sind.

 Neben den Fachvorträgen bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum direkten Austausch. Aussteller präsentierten innovative Lösungen – von Näh- und Verarbeitungstechnologien über Laminier- und Schweißverfahren bis hin zu technischen Textilien, Garnen und Lösungen für Farb- und Oberflächenmanagement. Die Betriebsbesichtigung bei der VEIT GmbH ermöglichte zudem praxisnahe Einblicke in moderne Produktions- und Verarbeitungstechnologien.

 Besonders positiv hervorgehoben wurde von den Teilnehmenden die offene und persönliche Atmosphäre der Veranstaltung. Mehrfach wurde das Format als „Expert Knowledge Exchange“ beschrieben – geprägt von direktem Austausch, kurzen Wegen und praxisnahen Diskussionen. Eine Teilnehmerstimme brachte es treffend auf den Punkt: „Diese persönliche, familiäre Atmosphäre findet man nicht auf einer Messe.“

 Die Resonanz auf die Veranstaltung fiel durchweg positiv aus. Teilnehmende lobten insbesondere die hohe fachliche Qualität, die intensive Vernetzung sowie die gelungene Kombination aus Wissensvermittlung und Praxisbezug. Für den DTB und VEIT steht daher bereits fest: Eine Fortsetzung des Formats ist geplant.