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20.12.17 – Exklusiv Serie: Industrie 4.0 erklärt - Teil 5 — read English version

Textilfabrik der Zukunft

Über die vielfältigen Aspekte, die die Digitalisierung mit sich bringt und die Textilfabrik der Zukunft als Vision im gesamten.

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Die Digitalisierung gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung © pixabay

 
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Forschungs- und Versuchsfeld Textilfabrik der Zukunft am Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. © STFI/Ines Escherich

 

Die Digitalisierung gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung, die Investitionen mit Industrie 4.0-Bezug weisen einen steigenden Trend auf, die Digitalisierung hält Einzug, so auch in der Textilbranche. Die Produkte der Textilfabrik der Zukunft werden sich durch kundenindividuelle Ausgestaltung auszeichnen und entsprechen somit dem Trend Mass Customization. Klassische textile Produkte, wie bspw. Bettwäsche, Bekleidung oder auch Sport- und Freizeittextilien werden kundenindividuell bedruckt, sogar der Einsatz von 3D-Druck für das Aufbringen von dreidimensionalen Elementen ist möglich. Zusätzliche Funktionalitäten erhalten die Produkte durch das Einbringen von Sensorik und Aktorik, was auch die Interaktion mit einem Smartphone ermöglicht, um die Funktionspalette zu erweitern. Zur Gestaltung kundespezifischer Smart Textiles stehen Online-Produktkonfiguratoren zur Verfügung, in denen das Produkt unter definierten Rahmenbedingungen zusammengestellt werden kann. Dabei sind Konfigurationsmöglichkeiten in Bezug auf Rohstoff, Art der Flächenbildung, Druckmuster, Ausrüstung, 3D-Strukturen oder auch elektronische Komponenten denkbar.

 Der Kunde kann sein Produkt selbst konfigurieren bzw. auf nutzerspezifische Vorschläge zurückgreifen, welche auf Basis des Online-Nutzerprofils des Kunden und bisheriger Bestseller generiert werden. Nach Abschluss der Konfiguration wird die Bestellung ausgelöst, das Produkt direkt online bezahlt und anschließend die Konfiguration an die Textilfabrik der Zukunft übermittelt. Diese leitet über verschiedene Algorithmen und Konverter aus der Produktkonfiguration Maschinenparameter und Ressourcenbedarfe ab, konvertiert Druckmuster in maschinenlesbare Daten und überführt 3D-Applikationen in Druckpfade. Der Mitarbeiter nimmt dabei eine überwachende Funktion ein und greift durch Stichprobenprüfungen nur indirekt in die Datentransformation ein. Um dies zur ermöglichen, ist es notwendig, vorher das Expertenwissen der Technologen digital abzubilden und in ein Technologiemodellierungstool einzupflegen. Alle möglichen Kombinationen sowie Input-Output-Zusammenhänge sind darin abgebildet, um sicherzustellen, dass der Übersetzungsalgorithmus alle erforderlichen Daten richtig interpretiert.

 von Sten Döhler1, Andreas Böhm2, Robert Mothes1; 1Sächsisches Textilforschungsinstitut Chemnitz e.V. (STFI), 2futureTEX Management GmbH

Im letzten Teil unserer Exklusiv-Serie werden die vielfältigen Aspekte, die die Digitalisierung mit sich bringt, zusammengeführt und die Textilfabrik der Zukunft als Vision im gesamten betrachtet. Dabei wird der komplette Produktionsablauf unter Berücksichtigung von Herausforderungen und Chancen, die sich durch die aktuellen Entwicklungen ergeben, aufgezeigt. Mehr dazu lesen Sie in unserer Print-Ausgabe textile network 11-12 mit Erscheinungstermin 21. November 2017.