25.09.20 – „Wir lassen uns unsere Freizügigkeit nicht nehmen“

Zimmerli bezieht klare Stellung gegen Begrenzungsinitiative

Am Sonntag, 27. September 2020, stimmt das Schweizer Volk über die Begrenzungsinitiative ab. Kündigung der bilateralen Verträge auch mit der EU drohen!

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„Wir lassen uns unsere Freizügigkeit nicht nehmen.“ – Motiv der Kampagne von Zimmerli of Switzerland gegen die Begrenzungsinitiative über die in der Schweiz am Sonntag, 27. September, abgestimmt wird. © Zimmerli of Switzerland

 
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CEO János Heé betont: „Wir sind angewiesen und wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland. Gemeinsam mit ihnen leisten wir am Produktionsstandort Schweiz hochqualitative Wertarbeit, die weltweit geachtet ist.“ © Zimmerli of Switzerland

 

Der schweizerische Wäschehersteller Zimmerli of Switzerland setzt hierbei auf das bisher geltende Abkommen, nach dem Bürgerinnen und Bürger der EU das Recht haben, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten und umgekehrt. Und betont: Das sind wir unseren Mitarbeitenden schuldig. Dazu startete das Traditionsunternehmen die Kampagne „Wir lassen uns unsere Freizügigkeit nicht nehmen“. Der zunächst doppeldeutige Satz auf der Homepage des Schweizer Pionier-Unternehmens und Wäscheherstellers wird unterlegt mit einem stimmungsvollen Bild eines Paares, das in Unterwäsche bekleidet, selbstbewusst in die Kamera blickt – üblicherweise eines der Werbe-Sujets der weltweit bekannten Marke mit fast 150-jähriger Tradition.

CEO János Heé:

„Eine eindeutige Reaktion auf die Begrenzungsinitiative sind wir unseren Mitarbeitenden aus dem benachbarten Ausland schuldig, die gemeinsam mit uns am Produktionsstandort Schweiz echte Schweizer Wertarbeit leisten. In unserer Manufaktur in Mendrisio im Tessin arbeiten rund 40 hochqualifizierte Kolleginnen und Kollegen, darunter auch zahlreiche Näherinnen aus dem benachbarten Italien und das teilweise bereits seit über 30 Jahren!“

  • Die Initiative lasse zudem keinen Spielraum für zukünftige Annäherungen.

  • Es dürften bei einer Annahme keine neuen völkerrechtlichen Verträge oder Verpflichtungen eingegangen werden, die ausländischen Staatsangehörigen eine Personenfreizügigkeit gewähren würden.

Kündigung der Bilateralen Verträge droht

Eine Annahme der Initiative würde auch zur Kündigung der Bilateralen Verträge mit der EU führen, darunter sämtliche Handelsvereinbarungen und das Schengener Abkommen, das die Reisefreiheit auf dem europäischen Kontinent garantiert.

CEO János Heé:

„Gerade jetzt geht es in der Schweiz und in der Europäischen Union mehr als jemals darum, dass die Wirtschaft sich wieder rasch erholt, dass wir Arbeitsplätze sichern können. Dazu gehört auch die Sicherung des direkten Zugangs zum europäischen Binnenmarkt für die Schweiz. 75 Prozent unserer Wertschöpfung bei Zimmerli findet schließlich auf dem europäischen Kontinent statt. Der Schweizer Absatzmarkt ist viel zu klein für Schweizer Unternehmen. Stabile Beziehungen zu Europa, dem wichtigsten Absatzmarkt für Schweizer Exporte sind deshalb unverzichtbar.“

  • Zimmerli of Switzerland produziert am Standort Mendrisio/Tessin feinste Tages- und Nachtwäsche für Damen und Herren.

  • In aufwendiger Handarbeit werden sorgfältig ausgewählte und veredelte Naturfasern mit höchster Präzision verarbeitet.

  • Die Meisterschaft und die Erfahrung des seit 1871 tätigen Unternehmens garantieren Qualität, Langlebigkeit und ein unnachahmliches Tragegefühl.

  • Der Hauptsitz des Unternehmens, das rund 80 Mitarbeitende beschäftigt, befindet sich im aargauischen Aarburg.