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27.03.17 – Spengler & Fürst — read English version

Hightech-Textilsystem vernichtet Killer-Keime

Ein innovatives Gewebe mit dem Namen „bacteria EX“ kann helfen, multiresistente Bakterien (MRSA) in Kliniken und Pflegeeinrichtungen einzudämmen.

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(Photo: Spengler & Fürst)

 
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Geschäftsführer Eckhard Bräuninger zeigt das System-Gewebe „bacteria EX“ in der Produktion des Textilherstellers Spengler & Fürst, Crimmitschau (Photo: W. Schmidt)

 

Ein innovatives Gewebe mit dem Namen „bacteria EX“ vom sächsischen Textilhersteller Spengler & Fürst, Crimmitschau, kann helfen, die ständig fortschreitende Verbreitung multiresistenter Bakterien (MRSA) und anderer lebensbedrohlicher Keime in Kliniken und Pflegeeinrichtungen entscheidend einzudämmen. Laborversuche haben ergeben, dass das silberhaltige Hightech-Textilsystem in der Lage ist, alle bekannten MRSA-Stämme innerhalb kürzester Zeit nachhaltig zu vernichten. Nun stehen erste Großversuche in der Praxis an.

„Gegenwärtig werden im Universitätsklinikum Dresden und im Elblandklinikum Meißen Testläufe mit ‚bacteria EX‘ vorbereitet, die sich dann über mehrere Monate erstrecken“, berichtete Geschäftsführer Eckhard Bräuninger bei einem Medientermin des Branchenverbandes vti. Wie er weiter erläuterte, kann die Übertragung der Keime von Mensch zu Mensch unter anderem durch Bett- und Patientenwäsche, Personalkleidung, Handtücher oder Vorhänge erfolgen. Die Textilien würden zwar beim Waschen desinfiziert, jedoch bei anschließender Nutzung oft wieder kontaminiert. Die aus den neuen Crimmitschauer Geweben gefertigten Wäsche- oder Kleidungsstücke seien industriell waschbar und behielten ihre keimtötenden Eigenschaften während des gesamten Einsatzzyklus. Voraussetzung für das Funktionieren ist ein geschlossenes System von Weberei, Konfektion, klinischer Anwendung und zertifizierter Wäscherei. Die Konfektionierung der Gewebe und den Vertrieb des Textilsystems „bacteria EX“ übernimmt der im Erzgebirge ansässige Kooperationspartner Brändl Textil, Geyer.

 Unterstützung erhalten die beiden mittelständischen Firmen vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), Chemnitz, der 2015 das vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderte Verbundprojekt „health.textil“ auf den Weg gebracht hatte. Beteiligt sind zwölf heimische Hersteller von Textilien für Klinik, Pflege, Gesundheitsschutz, Reha und Wellness sowie die AOK Plus für Sachsen und Thüringen, die Interessenvereinigung der sächsischen Gesundheitswirtschaft Healthy Saxony und das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI), Chemnitz. „Dank unseres Projekts konnten wir im Vorjahr wichtige Kontakte zu potenziellen Anwendern in Klinik und Pflege knüpfen. Geholfen haben uns dabei unter anderem zwei Sonderausstellungen, ein Symposium mit hochrangigen Teilnehmern aus Klinik und Pflege während der Fachmesse mtex+ sowie die Herausgabe des Kompetenzatlas zu Gesundheitstextilien aus Sachsen“, berichtete der vti-Hauptgeschäftsführer.

Spengler & Fürst auf der Techtextil 2017

Halle 3.1. Stand D 29