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24.03.15 — read English version

Lectra: Stoff ist nur die halbe Mode

Gewicht, Qualität und haptische Eigenschaften sind bei der Stoffwahl zu beachten Photo: dotshock/Shutterstock

Gewicht, Qualität und haptische Eigenschaften sind bei der Stoffwahl zu beachten Photo: dotshock/Shutterstock

 
Designer halten ihre Ideen in Skizzen fest bevor sie das passende Material suchen Photo: illustrart/Shutterstock

Designer halten ihre Ideen in Skizzen fest bevor sie das passende Material suchen Photo: illustrart/Shutterstock

 

Zwischen Januar und März finden Modeschauen ihren Weg von New York über London nach Paris, bei der Designer ihre Herbst/Winter-Kollektionen den Entscheidern aus der Branche präsentieren. Das Zentrum für Inspiration bildet dabei die Premiere Vision, als nach wie vor wichtigste Stoffmesse der Modebranche. Auch die New Yorker Designerin Nellie Partow war in Paris auf der Suche nach neuen Ideen für ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016. Die Fachmesse liefert kreative Impulse und ist der erste Schritt zur Kollektion. Aber wie übersetzen Designer ihre auf der Messe angehäuften Ideen auf den Laufsteg?

„Ich denke, das unterscheidet sich von Marke zu Marke“, sagt Partow. Sie entwickelte jahrelang Ready-to-wear-Kollektionen für Unternehmen wie Calvin Klein, Donna Karan oder John Varvatos. „Ich persönlich gehe mit einem Konzept auf die Premiere Vision. Die Versuchung ist groß, abgelenkt zu werden“. Der Kreativprozess variiert je nach Designer, Label und Marktsegment, doch der Ausgangspunkt ist für alle Designer – ob Fast Fashion oder Luxushersteller – gleich: Research. Die Inspirationsreise beginnt meist mit einem Moodboard, das mit allerlei gesammelten Recherchematerialien wie etwa Fotos, Stoffen oder Farben beklebt wird. Für die Silhouetten, also die Form, die ein Kleidungsstück um den Körper legt, arbeiten andere Designer mit abstrakten Formen aus der Bildhauerei oder der Architektur.

Sobald der Designer ein Konzept im Kopf hat – manchmal streng, häufig lose – beginnt der Designprozess. Er zeichnet Skizzen oder drapiert Stoffe auf einer Büste. „In dieser Zeit ist der iterative Prozess wirklich entscheidend“, sagt Fiona Dieffenbacher, Direktor des BFA Mode-Design Programm an der Parsons The New School For Design und Autorin des Buches ‚Creative Approaches to the Design Process’. Das angefertigte Muster wird aus Musselin zugeschnitten, ein kostengünstiger Stoff für die Anfertigung von Prototypen. Dabei geht es um die konstante Entwicklung.

„Wir bitten unsere Schüler viele Designvarianten auszuprobieren, damit sich immer wieder Neues enthüllt“. Andere Designer verwenden CAD-Software wie etwa Modaris von Lectra. Mit der Lösung werden Modelle entworfen und anschließend in 3D mit unterschiedlichen Stoffen dargestellt. Alle am Bildschirm vorgenommenen Änderungen wendet die Software direkt auf das 2D- und 3D-Modell an. Weniger physische Prototypen, eine verbesserte Passform, die Möglichkeit verschiedene Modelle und Styles frühzeitig auszuprobieren und die optimale Zusammenarbeit zwischen den Teams (Design und Produktentwicklung) sind die Vorteile des virtuellen Produktentwicklungsprozesses. Auch Markteinführungszeiten können Unternehmen mit Modaris verkürzen, um mehr Kollektionen im Jahr auf den Markt zu bringen.

Ebenfalls spielt die Silhouette eine wichtige Rolle im Designprozesses. Der Betrachter nimmt sie bereits aus der Ferne wahr, bevor er Strukturen oder Stoffe erkennt. Daher ist beim Entwurf wichtig, dass der Designer die Silhouette aus allen Winkeln betrachtet. Mit der Lösung für virtuelle Produktentwicklung von Modaris können die Falten eines stark drapierten Kleides direkt an einer 3D-Büste simuliert und in Echtzeit korrigiert werden, wobei überflüssige Prototypen aus Papier oder Musselin entfallen.

Vor allem große Marken im mittleren Preissegment verwerfen im Design ohne Software circa 50 Prozent der Prototypen. Einige bis zu 70 Prozent. Kleinere Marken im Luxussegment hingegen sind gezwungen wirtschaftlicher zu handeln, da die Entwicklung aufwendig ist. Doch ob nun 100 Euro Baumwoll- oder 1000 Euro Seiden-Kleid, jeder Designer hat das gleiche Ziel: Eine am Markt erfolgreiche Kollektion. Dabei gilt es nicht nur die richtigen Stoffe auszuwählen und zu kombinieren, sondern das Konzept erfolgreich umzusetzen und an den Kunden zu bringen.

[ www.lectra.com]

- Kürzere Zeiten für die Modellentwicklung

- Weniger Prototypen = weniger Zeit und geringere Kosten

- Bessere Passformkontrolle

- Frühzeitiges Ausprobieren

- Zusammenarbeit zwischen den Teams

- Einfacheres Erschließen neuer Märkte durch eine optimierte Passform

Parsons – the New School for Design ( http://www.lectra.com/sites/lectra.com/files/document/lectra-school-spotlight-parsons-de.pdf). Die Modeschule erweitert momentan seinen Standort in New York City und plant, die digitale Modesoftware von Lectra verstärkt in das Studienprogramm einzubinden, insbesondere Modaris aufgrund seiner 3D-Funktionalitäten.

Lectra fördert ebenfalls zusammen mit der französischen Luxus-Unterwäschenmarke Aubade ( http://www.dmu.ac.uk/home.aspx) (DMU). Aufgabe der Studenten war – sowohl für das Design sowie für die Entwicklung eine Kollektion mit Modaris von Lectra zu erstellen, die das Label Aubade widerspiegelt.