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21.05.15 — read English version

Roz McGuinness, Fespa-Bereichsleiterin

Roz McGuinness Photo: Fespa

Roz McGuinness Photo: Fespa

 

Roz McGuinness: Zu den bereits angemeldeten Ausstellern gehören Fespas Partner für Stoffe Kornit Digital sowie d.gen, M&R, Stahls und viele mehr. Gezeigt werden die neuesten Entwicklungen im Bereich Textildekoration – dabei reicht das Angebot vom Direktdruck auf Bekleidung, Siebdruck über Tinten bis hin zu Transferdruck und Rollen-Textildruckmaschinen.

Roz McGuinness: Die Digitaltechnologie sowie die dazugehörigen Substrate und Tinten haben die Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Textilindustrie wie auch in anderen Bereichen geradezu revolutioniert. Das Volumen an digital bedruckten Textilien wächst nach Expertenansicht um jährlich 25 Prozent. Aufgrund der Flexibilität und des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses wird sich diese Tendenz vermutlich fortsetzen und die Textildekoration immer wichtiger. Dem werden wir gerecht, indem wir sogenannte Print­eriors einführen. Diese an Innenarchitekten gerichteten Sonderflächen zeigen auf, wie man den Druck für dekorative Zwecke einsetzen kann.

Roz McGuinness: Mit der Digitaltechnologie kann man Bekleidung eine persönliche Note verleihen. Sie wird mittlerweile auch bei Heimtextilien, in der Innenraumgestaltung und für die Textilbeschilderung eingesetzt. Substrate können z.T. mit verschiedenen Eigenschaften ausgestattet werden. So können sie z.B. schmutz- bzw. wasserabweisend oder auch flammenhemmend sein oder UV-Schutz bieten – so etwas lässt sich mit klassischen Veredlungsmethoden nicht erreichen.

Der Siebdruck ist das meist eingesetzte Verfahren für preiswerte Großserien, doch der Digitaldruck erlebt im Textilbereich reges Wachstum. Mit einem Marktvolumen von ca. 37 Mio. Euro wächst der Textildruck so schnell wie noch nie zuvor. Laut der ersten Ergebnisse der Fespa-Umfrage rechnen 71 Prozent der Teilnehmer damit, dass der Anteil an bedruckter Bekleidung im Sortiment immer wichtiger wird.

Der digitale Textildruck ist gerade bei hochwertigen Projekten mit kleinen Chargen besonders beliebt, da vorbehandelte Stoffe, farbenfrohe Tinten und Veredlungsmethoden für ausgezeichnete Qualität sorgen. Italien ist als Mittelpunkt für den Textildruck in Europa weit und breit bekannt, vor allem in der Region um den Comer See. Auf der von uns veranstalteten Digital Textile Conference 2014 in Mailand spürten wir vor allem das große Interesse und der neue Trend hin zu maßgeschneiderten Projekten mit kleinen Chargen, die schnell umgesetzt werden müssen, um somit Mehrwert für den Kunden zu erzeugen.