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10.05.15 – ISPO — read English version

Tradition neu interpretiert

Im Herbst Winter 15/16 sorgt die Rückkehr zu den traditionellen Wurzeln des Denim für eine Fülle an dunklen Indigotönen.

Nachhaltigkeit bleibt auch in der Denim-Branche ein primäres Thema. Im Bild Denim Lovers/Colombiatex Photo: textile network

Nachhaltigkeit bleibt auch in der Denim-Branche ein primäres Thema. Im Bild Denim Lovers/Colombiatex Photo: textile network

 

Der Originallook wird dabei durch moderne, nachhaltige Färbemethoden, Ozon und Laserbehandlungen aufgewertet. Dazu kommen Worn-down, Washed-down und Used-Look-Finishes in Kombination mit klassischen Twill- Strukturen, oder neuen strickähnlichen oder echten Strickapplikationen, die die traditionellen Denim-Gewebe imitieren. Neu ist eine leichtere Denimqualität, erreicht durch innovative Spinntechniken. Stretch-Denim ist nach wie vor stark gefragt. Funktion und Performance werden durch entsprechende Behandlungen, antibakteriellen Denim und Mischungen aus Denim und FIR-Nylongarnen erreicht. Das FIR-Garn Emana, bekannt aus der Activewear und dem Unterwäschesegment, sorgt nun auch bei Denim für ein weicheres Tragegefühl und besseren Komfort. Tavex ist einer der ersten Denim-Hersteller, der mit seiner Marke Denim Therapy kommerziell FIR-Denim produziert.

Der Activewear-Markt beeinflusst die Denim-Entwicklungen. Sichtbar wird dies an verbessertem Denim-Strick, der seine gewobenen Ebenbilder imitiert. Gleichzeitig präsentiert der Markt gewobene Qualitäten, die mehr an klassischen Interlock-Strick erinnern, sich weicher anfühlen und einen besseren Sitz haben. Diese Stoffe richten sich mehrheitlich an den Menswear-Bereich.

Nachhaltigkeit bleibt in der Denim-Branche ein primäres Thema. Nach Jahren exzessiven Wasserverbrauchs (11.000 Liter Wasser waren für eine Baumwolljeans nötig) und unkontrolliertem Einsatz von Chemikalien bemüht sich die Branche heute die früheren Umweltsünden gut zu machen. Die modischen Finishes werden nun durch Ozonwaschung und Laserbehandlung erreicht.

Recycelte Synthetik Materialien finden ihren Weg in Denim-Mischungen. Sie ermöglichen ein geringeres Gewicht bei unveränderter Material-Robustheit, minimieren aber vor allem die Anzahl an Waschungen für bestimmte Looks. Für einen weicheren Griff wird der Baumwolle immer häufiger Tencel beigemischt.

Wasser und Chemikalien kommen nicht nur bei der Weiterverarbeitung von Denim zum Einsatz, sondern bereits bei der Baumwollernte. Auch wenn herkömmliche Baumwolle nach wie vor den Löwenanteil einnimmt, haben sich viele Hersteller und Marken der Better Cotton Initiative (BCI) angeschlossen. Diese gemeinnützige Organisation, hat sich einer besseren Baumwollproduktion verschrieben. BCI arbeitet direkt mit Baumwollfarmern und klärt über die neuesten nachhaltigen Technologien auf, die bessere Ernten ohne exzessiven Wasser- und Pestizideinsatz und den Bauern einen größeren Gewinn ermöglichen. Viele Activewear-Marken haben sich ebenfalls bereits BCI angeschlossen, darunter Nike und adidas.

Für den Endverbraucher ist der Look von Denim entscheidend. Das Laser-Finishing etabliert sich in der Branche und wird zu einem aktuellen Trend.

Jeanologia ist Vorreiter in diesem Bereich und setzt einzigartige Lasersysteme ein, die ohne Wasser und innerhalb weniger Minuten alles erzeugen können – vom einfachen Kleinstdetail bis hin zu aggressiven, flächendeckenden Designs.

Indigo, die allgegenwärtige Grundfarbe von Denim, bleibt auch diese Saison führend. Allerdings bemühen sich die Chemiefirmen, für den Färbeprozess nachhaltigere Methoden anzubieten. Archromas Advanced Denim Garnfärbe-Technologie ermöglicht den Herstellern ihren Wasserverbrauch um bis zu 92% zu reduzieren. Auch 87% des üblichen Baumwollabfalls können vermieden und bis zu 30% der Energiekosten eingespart werden.