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19.02.17 – Lanxess — read English version

Textilfärberei ohne Abwasser

Umkehrosmose und Ionenaustausch Hand in Hand - ein Beitrag anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2017: Wasser und Abwasser.

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Am 22. März 2017 ist Weltwassertag! Lanxess bietet mit seinen Produkten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität (Photo. adpic)

 
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Photo: Lanxess

 
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Die Textil- und Lederindustrie mit ihrem traditionell hohen Wasserverbrauch und bisweilen hoch belasteten Abwässern stellen die Entsorgungstechnik und die Trinkwassergewinnung vor große Herausforderungen. Das gilt besonders im asiatischen Raum, wo heute ein regionaler Schwerpunkt dieser Industrien liegt und zugleich gerade in industriellen Ballungszentren viele Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden müssen. Einer Studie aus dem Jahr 2009 zufolge wird in 2030 der Wasserbedarf in Indien doppelt so hoch sein wie die verfügbaren Frischwasserressourcen. Das macht deutlich, dass an Wasserrecycling kein Weg vorbeiführt.

„Wasseraufbereitung ist eine bedeutende globale Herausforderung und zugleich ein attraktiver, wachsender Markt“, so Jean-Marc Vesselle, Leiter des Geschäftsbereichs Liquid Purification Technologies (LPT) bei Lanxess. So wächst der Markt für Umkehrosmose-Membranelemente nach aktueller Einschätzung auch in den kommenden drei Jahren mit jährlich zehn Prozent überdurchschnittlich stark. Bei Ionenaustauschern wird mit einem kontinuierlichen Wachstum von vier Prozent pro Jahr gerechnet.

Modernes Abwassermanagement in Tirupur

Die indische Regierung fördert seit Jahren Initiativen zur Abwasservermeidung und zum Recycling speziell in industriellen Schwerpunktregionen. Ein Beispiel dafür sind leistungsfähige Aufbereitungsanlagen im südindischen Tirupur in der Provinz Tamil Nadu, dem Zentrum der indischen Baumwollverarbeitung. Hunderte von Textilfabriken, speziell viele dort ansässige Baumwollfärbereien, leiteten noch in den 1990er Jahren große Abwassermengen oft ungeklärt in den Fluss Noyyal, der eine wichtige Trinkwasserquelle für die ganze Region ist. Vor allem anorganische Salze und organische Substanzen aus der Cellulosefärberei verunreinigten das Flusswasser so stark, dass die Gewinnung unbelasteten Trinkwassers nahezu unmöglich wurde. Gleichzeitig hat sich in den vergangenen 25 Jahren die Bevölkerung von Tirupur mehr als verdoppelt – und damit auch der Trinkwasserbedarf.

Die Abwassersituation veränderte sich, als die zuständige Behörde Tamil Nadu Pollution Control Board (TNPCB) im Rahmen eines landesweiten Programms ein Aufbereitungsverfahren speziell für Abwässer von Baumwollfärbereien entwickelte. Die Tamil Nadu Water Investment Company Limited (TWIC) begann im Rahmen einer „Public Private Partnership“, entsprechende Projekte umzusetzen. So entstanden und entstehen sowohl dedizierte Aufbereitungsanlagen für große Textilunternehmen als auch Gemeinschaftsanlagen für kleine und mittelständische Färbereien. Solche Anlagen lassen sich ideal mit bereits existierenden Produktionsbetrieben kombinieren. Für neu errichtete Fabriken bieten speziell optimierte Produktionsprozesse weitere Möglichkeiten der Wiederverwendung von Prozesswasser und der Abwasservermeidung jenseits von „End-of-pipe“-Lösungen. Derzeit werden in der Region Tirupur insgesamt täglich rund 24.000 Kubikmeter Abwasser mit Membranelementen und Ionenaustauschern von Lanxess behandelt.

 

Mehr dazu lesen Sie in unserer Print-Ausgabe textile network 3-4 2017 mit Erscheinungstermin 21.März 2017.

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