Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

30.01.15 – Interview — read English version

Lectra: Drei Fragen an Chris Nicolaes

Chris Nicolaes: Eine sehr spannende Aufgabe in einem unglaublich stark aufgestellten Unternehmen. Lectra hat über 40 Jahre Erfahrung in der Fashionbranche und arbeitet seit Beginn eng mit seinen Kunden zusammen, um deren Herausforderungen im Detail zu verstehen. Gemeinsam entwickeln wir zukunftsträchtige Lösungen für die Produktentwicklung und die Fertigung. Der starke Beratungsansatz ist uns wichtig, da wir langfristig mit unseren Kunden zusammenarbeiten wollen. Bei Lectra sind viele Mitarbeiter seit 20/25 Jahren dabei. Sie sind zusammen mit unseren Kunden gewachsen und verfügen über eine enorme Erfahrung, die wir gerne mit unseren 23.000 Kunden weltweit teilen. Das ermöglicht uns einen Wissensaustausch innerhalb einer vernetzten Welt.

Chris Nicolaes Photo: Lectra

Chris Nicolaes Photo: Lectra

 

Chris Nicolaes: Das Geschäft wird internationaler und der Zielmarkt vielschichtiger. Unsere Kunden erleben weitreichende strukturelle Änderungen. Das Produktangebot wird durch die auf die Kollektion abgestimmte Accessoires breiter – ob mit Sonnenbrillen, Taschen oder Schuhen. Es gibt immer vielfältigere „body shapes“, also Körperfiguren, deren Passform unsere Kunden bedienen müssen. Lieferketten werden noch komplexer, Zeitrahmen kürzer und die Konkurrenz wächst. Mit diesen Entwicklungen können Modeunternehmen nur mithalten, wenn sie ihre internen und externen Prozesse im Griff haben und schlank halten können. Der Bekleidungsmarkt wird zukünftig in der Produktentwicklung auf automatisierte Abläufe setzen. Mittels 3D-Design oder modernster Schnittoptimierung sichern Modeunternehmen Time-to-Market und ihre Marge. Auch die Lieferanten werden verstärkt in diese Planungs- und Optimierungskette einbezogen.

Chris Nicolaes: Unsere Führungsposition weiter stärken. Wir vergrößern uns, sowohl in Deutschland wie in unsere Niederlassungen in Polen, Rumänien und Balkan. Ein Teil der Produktionsaufträge kommt durch die gestiegenen Löhne in China zurück nach Ost-Europa. Da ist es logisch, dass wir unsere Beratungs-Kapazitäten adäquat aufstocken. 2015 wird ein spannendes Jahr, das für viele Unternehmen in der Modebranche eine Menge Veränderungen mitbringen wird. Wir sind vorbereitet.

Herr Nicolaes, herzlichen Dank für das Gespräch.

Der gebürtige Niederländer begann seine Laufbahn 1982 als Unternehmensberater. Er gründete und managte erfolgreich mehrere IT-Unternehmen, wie JJM Germany, einen Anbieter von ERP-Lösungen. Das Unternehmen verkaufte er drei Jahre später an Marcam, wo er zum Director für die EMEA Region ernannt wurde. Von 2003 bis 2007 war er Geschäftsführer Zentral- und Osteuropa beim PLM-Entwickler Dassault Systèmes. Er hält Abschlüsse in Maschinenbau sowie Betriebswirtschaftslehre.