14.05.26 – Outlast — read English version

Mikrowachs stabilisiert Textil-Mikroklima

Mikroverkapseltes Naturwachs nimmt überschüssige Körperwärme auf, speichert sie und gibt sie wieder ab. Tests zeigen bis zu 24 Prozent weniger Feuchtigkeit in Bekleidung und 48 Prozent in Bettwaren.

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Outlast Technologie mit mikroverkapseltem Naturwachs puffert Temperaturschwankungen im Textil Mikroklima und hilft, Überhitzung und Schweißbildung zu reduzieren. © Outlast Technologies GmbH

 

Vom Feuchtigkeitstransport zur Temperatursteuerung

Übliche Funktionsmaterialien setzen ein, wenn der Körper bereits schwitzt. Sie transportieren Feuchtigkeit von der Haut weg oder erzeugen einen kurzfristigen Kühleffekt. Das entstehende Unbehagen lässt sich damit aber nicht rückgängig machen.

Die Outlast Temperatur Regulierung verfolgt einen anderen Ansatz. Sie soll Überhitzung vermeiden, bevor Schweiß entsteht. Entscheidend ist das Mikroklima zwischen Haut und Textil: Hier wird Wärme gezielt aufgenommen, gespeichert und wieder abgegeben, um Temperaturspitzen abzuflachen und ein stabileres Empfinden zu erreichen.

Funktionsprinzip im Textilaufbau

Kern der Technologie ist mikroverkapseltes Naturwachs, das direkt in das Textil integriert wird. Steigt die Temperatur im Mikroklima, nimmt das Material überschüssige Wärme auf. Sinkt sie, wird diese wieder freigesetzt. So entsteht ein Puffer gegen schnelle Aufheizung und anschließende Abkühlung. Unabhängige Tests belegen den Effekt auf die Feuchtigkeitsbildung: Im Bekleidungsbereich kann sie im Vergleich zu konventionellen Materialien um bis zu 24 Prozent reduziert werden, bei Bettwaren um bis zu 48 Prozent.

Anwendungen und Dauerleistung

Für die Integration stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Beschichtete Materialien mit hoher Wärmespeicherkapazität kommen vor allem in Bettwaren, Schuhen und Outdoor-Bekleidung zum Einsatz. Faserbasierte Lösungen binden die Temperaturregulierung direkt ins Garn ein und eignen sich für hautnahe Produkte wie T-Shirts, Unterwäsche oder Baselayer sowie als Füllmaterial, etwa in Bettwaren.

Funktionale Ausrüstungen wie fresh2skin ergänzen einen Kühleffekt und lassen sich effizient auf verschiedene Substrate, inklusive Baumwolle und andere zellulosebasierte Fasern, applizieren, ohne die Haptik wesentlich zu verändern.

Da die funktionalen Komponenten in die Faser eingebettet oder fest in die Textilstruktur integriert sind, bleibt die Leistung auch nach wiederholtem Waschen über den Produktlebenszyklus hinweg erhalten. Für Marken und Hersteller entsteht damit ein Ansatz, thermischen Komfort proaktiv zu gestalten, statt allein auf nachträgliches Schweißmanagement zu setzen.

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