15.07.26 – Ernst-Pelz-Preis 2026 — read English version

Vaude und UPM: Ausgezeichnete Materialinnovation

UPM Next Generation Renewables und die nachhaltige Outdoormarke Vaude sind mit dem Ernst-Pelz-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde ihre gemeinsame Entwicklung der weltweit ersten Fleecejacke aus holzbasiertem Polyester.

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Bei der Preisverleihung (von links nach rechts): Hubert Aiwanger, Bayerischer Minister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Jochen Pelz, Vorstand der Ernst-Pelz-Stiftung, René Bethmann, Innovationsmanager bei Vaude, Holger John, Sales Manager bei UPM Next Generation Renewables, Michaela Kaniber, Bayerische Landwirtschaftsministerin, sowie Peter Pelz, Stifter und Vorsitzender des Ernst-Pelz-Stiftungsrats. © Vaude

 

Überreicht wurde die Auszeichnung am 6. Juli 2026 im Rahmen des C.A.R.M.E.N.-Symposiums in Straubing von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Mit dem Ernst-Pelz-Preis werden innovative Lösungen ausgezeichnet, die nachwachsende Rohstoffe erfolgreich in die industrielle Anwendung bringen. Für UPM (Helsinki) und Vaude (Tettnang) ist die Auszeichnung zugleich eine Anerkennung ihrer langjährigen Zusammenarbeit auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren und zirkulären Textilwirtschaft.

Die Textilindustrie steht vor der Herausforderung, ihre Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren und gleichzeitig den weltweit steigenden Bedarf an leistungsfähigen Textilien zu decken. Recycling bleibt dabei ein zentraler Baustein, kann den zukünftigen Rohstoffbedarf jedoch nicht allein decken. Ergänzend braucht es erneuerbare Rohstoffe, die fossile Kohlenstoffquellen in Materialien wie Polyester ersetzen können. Die gemeinsam entwickelte Fleecejacke verbindet beide Ansätze: Sie besteht aus holzbasiertem Polyester und zeigt, dass leistungsfähige Funktionsbekleidung bereits heute mit erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden kann. Gleichzeitig bleibt sie mit bestehenden Produktionsprozessen kompatibel und eröffnet damit einen realistischen Weg für eine industrielle Skalierung.

Klimaschutz, Zirkularität und industrielle Skalierbarkeit

„Recycling bleibt unverzichtbar, wird jedoch allein nicht ausreichen, um fossile Rohstoffe aus dem Textilsystem zu verdrängen. Die weltweit erste Fleecejacke aus holzbasiertem Polyester zeigt, dass erneuerbarer Kohlenstoff die Verbindung zwischen Klimaschutz, Zirkularität und industrieller Skalierbarkeit schaffen kann“, sagt Dominik Müller als Senior Manager Sustainability & Market Development bei UPM Next Generation Renewables. „Mit der Fleecejacke aus holzbasiertem Polyester zeigen wir, dass erneuerbare Rohstoffe eine echte Alternative zu fossilen Materialien sein können. Solche Innovationen entstehen nur in starken Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Der Ernst-Pelz-Preis bestärkt uns darin, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen und die Transformation der Textilindustrie aktiv mitzugestalten“, so René Bethmann als Innovationsmanager bei Vaude.

Partnerschaften als Schlüssel für die Transformation

Der Ernst-Pelz-Preis würdigt damit nicht nur eine Materialinnovation, sondern auch die enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. UPM und Vaude zeigen, wie sich erneuerbare Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft sinnvoll ergänzen können, um fossile Ressourcen schrittweise zu ersetzen und konkrete Lösungen für Klima- und Ressourcenschutz in die Praxis zu bringen. Mit dem Ernst-Pelz-Preis ist ein Fördergeld in Höhe von 10.000 Euro verbunden. UPM und Vaude nutzen die Mittel für die Weiterentwicklung und Markteinführung der gemeinsamen Materialentwicklung. Damit stärken sie den Transfer von holzbasiertem Polyester aus der Entwicklungsarbeit in die industrielle Anwendung und zeigen, wie erneuerbarer Kohlenstoff fossile Rohstoffe in der Textilproduktion Schritt für Schritt ersetzen kann.