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25.05.18 – Spezial Afrika - Teil 3: Äthiopien — read English version

Hoffnungsträger der globalen Textilindustrie

„Made in China“? „Made in Bangladesh“? Nein, „Made in Ethiopia“. Das Land am Horn von Afrika rückt immer mehr in den Fokus der Textilindustrie.

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Äthiopien ist aufstrebender Textilstandort. Internationale Investoren blicken nach Afrika und wollen Potenziale nutzen © Shutterstock/Conrado

 

Die äthiopische Regierung, Verbände, ausländische Geldgeber sowie lokale und globale Wirtschaftsunternehmen ziehen dabei an einem Strang. Das zeigte sich in den vergangenen Jahren besonders deutlich durch das Engagement der Ethiopian Textile and Garment Manufacturer’s Association. Sie mobilisierte 1.6 Milliarden US-Dollar ausländische Direktinvestitionen und bewirkte mithilfe dieser Gelder zwischen 2007 und 2016 den Bau von 191 neuen Textilfabriken. Doch was macht den Binnenstaat eigentlich zu so einem vielversprechenden Sourcing- und Investment-Hub für die Branche und welchen Herausforderungen wird sich Äthiopien in Zukunft stellen müssen, um sich auch langfristig einen Platz am Tisch der globalen Textilindustrie zu sichern?

„Aus welchen Ländern in Subsahara-Afrika beabsichtigen Sie bis zum Jahr 2020 zu sourcen oder ihr Sourcing zu verstärken?“ Mit 35% landet Äthiopien mit Abstand an erster Stelle. Das ist das Ergebnis einer Befragung internationaler Einkäufer des internationalen Beratungsunternehmens McKinsey im Rahmen der Studie „East Africa: The next hub for apparel sourcing?“ aus dem Jahr 2015 Ob sich Äthiopien als neues Lieferland und Produktionsstandort tatsächlich so gut eignet, haben in der Zwischenzeit Global Player wie H&M, PVH, VF Corp., KIK, Tchibo, Primark und Tesco nicht nur angetestet, vielmehr ist Äthiopien zu einer festen Größe als Sourcingland geworden. Neben Indien, Bangladesch, Pakistan und Myanmar ist Äthiopien beispielsweise für Primark heute einer der fünf Schlüsselmärkte.

Und auch die Investoren stehen schon parat. Der Ethiopian Investment Commission zufolge haben bereits 124 Investoren ein Interesse am äthiopischen Textilsektor geäußert, 71 davon aus China. H&M kann in der Zusammenarbeit mit einem Investor in Äthiopien bereits Erfolge nachweisen: Vor vier Jahren startete die schwedische Modekette die Zusammenarbeit mit der staatlichen Entwicklungsfinanzierungseinrichtung Swedfund, mit dem Ziel, nachhaltige Produktionsstandards in Äthiopien zu etablieren.

In Teil 3 unserer Serie Spezial Afrika beleuchten wir den afrikanischen Staat Äthiopien. Den ausführlichen Beitrag von Katharina Koch lesen Sie in unserer Print-Ausgabe textile network 5-6 mit Erscheinungstermin 17. Mai 2018.