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20.06.19 – Neonyt — read English version

Umweltschonende und wassersparende Jeans-Produktion

Progressive Ansätze auf der Neonyt: Wie kann eine umweltschonende und wassersparende Jeans-Produktion aussehen?

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Neonyt hat sich dieses Jahr ganz dem zukunftsrelevanten Thema „Wasser“ verschrieben und setzt im Juli einen Schwerpunkt auf progressive Ansätze zum Thema Denim. © Messe Frankfurt/ Magdalena Schaffrin

 
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„Es ist höchste Zeit für die Modebranche, sich dem Thema Wasser umfassend und konsequent zu widmen. Insbesondere gilt das für die ressourcenintensive Denim-Industrie“, so Thimo Schwenzfeier, Show Director der Neonyt. © Messe Frankfurt

 

„Es ist höchste Zeit für die Modebranche, sich dem Thema Wasser umfassend und konsequent zu widmen. Insbesondere gilt das für die ressourcenintensive Denim-Industrie“, so Thimo Schwenzfeier, Show Director der Neonyt. „Wir bringen Unternehmen zusammen, die innovative Produktionsprozesse und visionäre Lösungsansätze entwickelt haben, und leisten so einer nachhaltigeren Entwicklung der Modebranche Vorschub.“

 Denim: ikonischer Dauerbrenner mit wasserintensiver Produktion

Der Wasserverbrauch in der konventionellen Jeansproduktion ist immens. Die Herstellung einer einzigen Jeans verbraucht bis zu 7.000 Liter Wasser. Zudem kommen Düngemittel und Pestizide zum

 Einsatz, deren Produktion wiederum erhebliche Mengen an Wasser verbraucht und die zudem das Grundwasser verschmutzen. Darauf folgen die Nassprozesse Färben, Wäscherei und Ausrüstung der Stoffe und damit das Kernproblem der Denim-Branche, denn die Chemikalien, die den Jeans den gewünschten Look verleihen, müssen in zahlreichen Waschgängen ausgewaschen werden.

Das ungereinigte Abwasser wird in den Produktionsländern häufig in die Umwelt entsorgt, da Kläranlagen fehlen. Die Weltbank schätzt, dass ganze 17 bis 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung aus dem Färben und Veredeln von Textilien resultieren.

 Wasser – eine zunehmend begrenzte Ressource

 Wie wichtig es ist, die Ressource Wasser zu schützen und einen Wandel in der Modebranche herbeizuführen, zeigen die Zahlen des aktuellen UN-Weltwasserberichts 2019: Der weltweite Wasserverbrauch steigt kontinuierlich. Aufgrund des Bevölkerungswachstums, neuer Konsummuster und des Klimawandels ändern sich die Verfügbarkeit und die Qualität des Wassers aktuell drastisch.

Derzeit haben 2,1 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser. Zudem leben über 2 Mrd. Menschen weltweit in Staaten mit hohem Wasserstress. Das bedeutet, dass in diesen Staaten mehr als ein Viertel der erneuerbaren Wasserressourcen genutzt werden. 22 Länder verwenden sogar mehr als 70 Prozent, darunter beispielsweise Ägypten oder Pakistan – Länder, in denen unter anderem der Baumwollanbau gewaltige Wasserressourcen benötigt.

 Neonyt zeigt neue Wege auf

 Wie kann die Modeindustrie – insbesondere die Denim-Branche – ihren globalen Impact hinsichtlich Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung minimieren und aktiv dazu beitragen, diese

 lebenswichtige Ressource zu erhalten? Wie können Chemikalien vermieden werden? Wie der Wasserverbrauch gesenkt werden? Welche Recycling-Methoden bieten neue Lösungsansätze? Die Neonyt stellt eine Reihe progressiver Unternehmen vor, die neue Wege in der Denimproduktion einschlagen und vielseitige Lösungsansätze entwickeln – von wassersparendem Bio-Baumwollanbau über chemikalienarme Färbeprozesse und alternative Verfahren wie Laserstrahlen statt Bleichen mit Chlor bis hin zu innovativen Wasseraufbereitungsanlagen und Denim aus recycelten Materialien.

 Denim Panel in Kooperation mit Textile Exchange

 Zeitgleich zur Neonyt Trade Show präsentieren hochkarätige Redner im Rahmen der angeschlossenen Konferenz Fashionsustain Best-PracticeBeispiele und diskutieren über Lösungsansätze – beispielsweise am 3. Juli 2019 im Rahmen einer Diskussionsrunde der Non-ProfitOrganisation Textile Exchange mit internationalen Experten aus der Denim-Branche.

Neonyt – Global Hub for Fashion, Sustainability and Innovation

 2.–4. Juli 2019, Berlin