21.12.20 – Kompetenz-Zentrum Textil und Sonnenschutz

Ein gutes Jahr für Heimtextilien

Martin Auerbach, Hauptgeschäftsführer im Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie, blickt zurück auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr 2020.

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Martin Auerbach, Hauptgeschäftsführer Heimtex: „Wir konnten im Verband ein neues Referat Kreislaufwirtschaft implementieren.“ © Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie

 

Martin Auerbach, Hauptgeschäftsführer Heimtex:

„Spätestens mit dem bundesweiten Shutdown vom 22. März bis zum 19. April waren auch die meisten unserer Mitgliedsunternehmen bei Heimtex, Matratzenverband und ViS unmittelbar von der Pandemie betroffen, viele meldeten vorübergehend Kurzarbeit an.“

Vor diesem Hintergrund führte der Verband im März den Mitglieder-Newsletter zur Covid-19-Pandemie ein, mit dem zeitweise täglich die wichtigsten Informationen gefiltert und praxisnah aufbereitet wurden. Themenschwerpunkte waren unter anderem die Kurzarbeiter-Geld-Verordnung, das Sozialschutzpaket, Unterstützung bei der Umstellung auf die Produktion von Schutzmasken, aber auch Erhebungen zur Betroffenheit der Unternehmen in der Krise für die politische Kommunikation.

Martin Auerbach:

„Tatsächlich sind viele unserer Mitgliedsunternehmen im Frühjahr in die Produktion von Schutzmasken eingestiegen und haben mit ihrem Engagement dazu beigetragen, die Engpässe zu überwinden. Die Pandemie hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie zunehmend erschwerte Produktionsbedingungen über die letzten Jahrzehnte in einem schleichenden Prozess dazu beigetragen haben, dass immer mehr Hersteller aus den im Kompetenz-Zentrum vertretenen Branchen ihre Produktionsstätten ganz oder teilweise ins Ausland verlagert haben.“

Wenn die Rückführung von Produktionskapazitäten nach Deutschland – auch über die Krise hinaus – das erklärte Ziel sei, so Auerbach, so laute die klare Forderung der deutschen Textilindustrie an die Politik: Produktionsbedingungen gehören dringend auf den Prüfstand.

Gestiegene Nachfrage bei Heimtextilien

Die Mitgliedsfirmen der Verbände melden gut gefüllte Auftragsbücher. „Die Verbraucher können wenig reisen und investieren deshalb mehr Geld in ihr Zuhause“, so Auerbach. „Das sonst übliche Sommerloch ist ausgefallen und Verluste aus der Phase des ersten Shutdowns konnten in einigen Branchen sogar kompensiert werden, zum Teil bis hin zu Lieferengpässen aufgrund der gestiegenen Nachfrage.“

  • Die großen Leitmessen im Januar 2021 – allen voran die Heimtextil und die imm cologne wurden verschoben bzw. abgesagt.

Martin Auerbach:

„Ich halte diese zunächst einmal für vernünftig und alternativlos. Für unsere eigene Arbeit in der Geschäftsstelle und die Aktivitäten der drei Verbände bin ich sicher, dass auch im nächsten Jahr viele Sitzungen und Arbeitskreise digital stattfinden werden.“ Ganz weit vorn in der Arbeit sieht Auerbach das Thema Kreislaufwirtschaft. “Wir verstehen uns als Vordenker für unsere Mitgliedsunternehmen. Denn auf der Metaebene gleichen sich die Herausforderungen, so dass wir Synergien nutzen, Erfahrungen austauschen und gemeinsame Grundlagen schaffen können. Im Heimtex-Verband konnten wir ein neues Referat Kreislaufwirtschaft implementieren und so unsere Manpower und Schlagkraft entsprechend verstärken.“

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