08.04.26 – Techtextil 2026 — read English version

Nature Performance im Fokus

Unternehmen suchen nachhaltige Materialien, die regulatorische Vorgaben erfüllen. Die Techtextil 2026 zeigt über das Label Nature Performance, wie natürliche und biobasierte Fasern technisch und wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen.

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Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft: Techtextil 2026 setzt Fokus auf Zukunftsmarkt für technische Textilien. © Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt

 

Orientierung im wachsenden Markt

Technische Textilien stehen vor steigenden Anforderungen. Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen gleichzeitig erfüllt werden. Die Techtextil 2026 greift diesen Bedarf auf und bündelt Lösungsanbieter, die natürliche oder biobasierte Materialien industrietauglich machen. In Halle 9.1 entsteht dafür ein klar erkennbarer Sammelpunkt.

Naturbasierte Fasern als Innovationsfeld

Das neue Label Nature Performance markiert Stände, an denen natur- oder biobasierte Fasern und Garne im Mittelpunkt stehen. Mehr als 110 Aussteller nutzen diese Kennzeichnung. Sie machen sichtbar, wie unterschiedlich die Ansätze ausfallen können. Beispiele reichen von Jute über Sisal bis zu Industriehanf. Laut der Discover Natural Fibres Initiative werden solche Fasern bereits in großen Mengen verarbeitet. Ihre Rückgewinnung und Wiederverwertung bieten zusätzliches Potenzial, das im industriellen Umfeld immer stärker gefragt ist.

Anwendungen für industrielle Anforderungen

Nutzen entsteht dort, wo Materialien ihre technische Funktion erfüllen und gleichzeitig ökologische Vorteile bringen. Die Messe nennt Beispiele aus dem Automobilbereich, wo Naturfasern Gewicht reduzieren können. Auch Dämmstoffe oder Baustoffe profitieren von Hohlfasern und Bindemitteleigenschaften natürlicher Materialien. Die Techtextil zeigt, wie breit dieses Spektrum inzwischen geworden ist.

Kreislaufwirtschaft als zweiter Schwerpunkt

Parallel zur naturbasierten Entwicklung wächst der Bereich recycelter und recycelbarer Fasern und Garne. Rund 90 Aussteller präsentieren entsprechende Lösungen. Ein Beispiel ist das chemische Faser zu Faser Recycling von SaXcell. Die Technologie wandelt textile Abfälle in neue Fasern in Baumwollqualität um. Im Dutch Circular Textile Pavilion werden weitere Ansätze gezeigt, darunter Garnbibliotheken und Lieferkettenmodelle vollständig recycelter Textilien. Einordnung durch geprüfte Standards Mit dem Programm Texpertise Econogy verweist die Messe auf Aussteller, deren nachhaltiges Handeln geprüft wurde. Rund 120 Unternehmen tragen dieses Signet. Für Besucher entsteht damit eine zusätzliche Filtermöglichkeit, um wirtschaftliche und ökologische Kriterien parallel zu bewerten.