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28.06.19 – Karl Mayer — read English version

Umweltfreundliche Indigo-Färbetechnologie

Karl Mayer ist mit seinem Denim-Exzellenzzentrum bei Karl Mayer Rotal und einem breiten Produktportfolio weiter auf Wachstumskurs.

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Mit Greendye ökologisch zu einem Evergreen: Muster aus einem Kettbaum, der mit Greendye gefärbt wurde. © Karl Mayer

 

Effiziente Indigo-Färbung aus einer Hand

Mit seiner Anlage Prodye-S ist der Hersteller bereits im Fashion-Markt, die Prodye-R setzt sich zunehmend im Genuine-Denim-Segment durch. Zur ITMA 2019 launchte Karl Mayer nun mit Greendye eine innovative Technologie zur Herstellung von Jeansstoffen mit minimiertem ökologischen Fußabdruck und eröffnet damit einen weiteren Marktzweig: Sustainable Denim.

Färben in Stickstoffatmosphäre

Für weniger Umweltbelastung und mehr Effizienz beim Indigo-Färben sorgt die Stickstofftechnologie. Mit seiner hohen Konzentration in der Färbeflotte und unter Stickstoffatmosphäre diffundiert und migriert der Farbstoff stärker in die Faser als bei konventionellen Vergleichsverfahren. Das Garn nimmt in einer Farbstoffwanne dreimal mehr Farbstoff auf. Dadurch können Anzahl und Länge der Färbetröge reduziert werden, mit positiven Folgen für die Umwelt. Der Chemikalienverbrauch lässt sich deutlich senken – beim Einsatz von Hydrosulfit und Natronlauge ist ein Minus von 50 Prozent möglich – und es fällt weniger Garnabfall an. Zudem wird durch die gute Fixierung des Farbstoffs an der Faser erheblich weniger Wasser beim Waschprozess benötigt.

Fertigung mit reproduzierbaren Parametern

Die Patente zu der innovativen Indigo-Färbetechnologie hat Karl Mayer 2018 von Master übernommen. Anschließend begannen umfangreiche Arbeiten zur Weiterentwicklung und zum Feintuning. Einer der Meilensteine dabei war die Inbetriebnahme einer Pilotanlage im Denim-Kompetenzzentrum in Mezzolombardo, Italien, zu Beginn dieses Jahres. Das Färbesystem bildet den industriellen Fertigungsprozess im Maßstab 1:10 ab und lieferte bereits erste Kettbäume. Diese wurden von einem italienischen Partner aus der Weberei zu vielversprechenden Jeansmustern verarbeitet.

Mit den Stoffen will Enzo Paoli, Geschäftsführer von Karl Mayer Rotal, nun die Denim-Hersteller für die innovative Greendye-Technologie interessieren. „Nur mit Mustern aus einer Fertigung mit fixen, reproduzierbaren Betriebsparametern können wir am Markt überzeugen. Unsere Ansprechpartner sind Textiler, die wollen etwas zum Anfassen haben.“