Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

09.04.19 – Vaude — read English version

Best Practice für nachhaltiges Wirtschaften bei UN-Konferenz in Genf

Antje von Dewitz bei der UN-Wirtschaftskommission für Europa.

Antje-von-Dewitz-und.jpg

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude, und Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), bei der Konferenz der UN-Wirtschaftskommission für Europa in Genf © Vaude

 

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude, wurde vor Kurzem zur Konferenz der UN-Wirtschaftskommission für Europa nach Genf eingeladen, um darüber zu berichten, wie gemeinwohlorientiertes Wirtschaften in der Praxis beim Outdoor-Ausrüster Vaude aussieht. Gemeinsam mit Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), stellte sie das alternative Wirtschaftsmodell und die Gemeinwohlbilanz vor, als ein Instrumentarium um wirksame Maßnahmen für globale ökologische und soziale Herausforderungen wie dem Klimawandel in Unternehmen zu etablieren.

Unter dem Titel „Regional Forum on Sustainable Development“ wurde vom 21. bis 22. März darüber diskutiert, wie die Nachhaltigkeitsziele der UN, die Sustainable Development Goals (SDGs) stärker implementiert werden können.

Antje von Dewitz machte bei der Konferenz deutlich, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen aufgrund höherer Kosten, zusätzlichem Aufwand und mehr Unsicherheit benachteiligt sind.

„In unserem Wirtschaftssystem sind nachhaltige Lieferketten eine freiwillige Leistung. Unternehmen werden vor allem nach ihrem finanziellen Erfolg bewertet. Sie sollten jedoch auch daran gemessen werden, inwieweit sie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen und die wahren Kosten für ihre Produkte berücksichtigen. Wenn wir Unternehmen für den ökologischen und sozialen Schaden, den sie anrichten, zu Kasse bitten, dann würden globale Herausforderungen wie die Klimaerwärmung sofort einen ganz anderen Stellenwert in unserer Welt erhalten. Wir freuen uns, dass der Ansatz der GWÖ auch in der Politik und der Wirtschaft immer mehr Zuspruch findet.“

Die GWÖ wurde als alternatives Wirtschaftmodell vorgestellt, mit dem Nachhaltigkeit systematisch in Unternehmen und Organisationen verankert werden kann. So könnte man z. B. die jeweilige erreichte Punktzahl der GWÖ-Bilanz an einen bestimmten Steuersatz koppeln. Konkret würde das bedeuten: Je nachhaltiger ein Unternehmen wirtschaftet, um so weniger Steuern und Abgaben muss es bezahlen.

Vaude ist Pionierunternehmen der Gemeinwohlökonomie und veröffentlicht regelmäßig eine auditierte Gemeinwohlbilanz.

Die Organisatoren der Konferenz bedankten sich mit einer sehr positiven Resonanz bei Antje von Dewitz und Christian Felber: „You have left a very lasting impression and appeal to all that we need to do more. (…) Thank you for enriching us. On behalf of UN Environment, I want to thank you again for your participation in our roundtable! I felt your statement was a very needed Input.“