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18.12.18 – Buchtipp

Die unbekannte Wiener Werstätte

Stickereien und Spitzen aus der Wiener Werkstätte - 1906 bis 1930

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Die Wiener Werkstätte zählt zu den bedeutendsten Zentren des Kunsthandwerks im frühen 20. Jahrhundert © Arnoldsche

 
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Dagobert Peche (Entwurf), ca. 1919 Klöppelbrief für einen Klöppelspitzeneinsatz, Profilkopf nach rechts © MAK Österreichisches Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst

 

Die Wiener Werkstätte zählt zu den bedeutendsten Zentren des Kunsthandwerks im frühen 20. Jahrhundert. Mit ihrem Anspruch auf ganzheitliche Durchdringung aller Lebensbereiche und ihren zukunftsweisenden Entwürfen prägte sie die Designgeschichte nachhaltig.

 Doch während Möbel, Glas, Keramik oder Schmuck heute längst einem breiten Publikum bekannt sind, waren die Spitzen und Stickereien der Wiener Werkstätte bislang eher ein Gebiet für Experten. Möglicherweise auch deshalb, weil sich – wie so oft im textilen Kontext – nur vergleichsweise wenige ausgeführte Artefakte erhalten haben.

 Das Archiv der Wiener Werkstätte im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst umfasst jedoch zahlreiche Unterlagen aus der Zeit von 1906 bis 1930. Sie werden nun erstmals in einer umfassenden Publikation veröffentlicht: künstlerisch ausgefeilte Skizzen und Entwürfe ebenso wie Blaupausen, Klöppelbriefe, in WW-Manier gestaltete Mustermappen oder historische

 Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Originalobjekte.

 Rund 40 Künstlerinnen und Künstler sind dokumentiert

 Die frühesten Stickereien von 1906, so lassen die Unterlagen erkennen, stammen von Möbelbezügen der Familie Wittgenstein; die Produktion von Spitzen begann um 1915.

 Sie umfasst Borten und Decken sowie Einsätze für Vorhänge und Bettüberwürfe.

 Zusammen mit den im Museum erhaltenen Objekten – darunter Stoffproben, Kleidungsstücke, Bänder, Klöppelspitzen oder Tüllstickereien – vermitteln die Unterlagen des Archivs der Wiener Werkstätte ein authentisches Bild dieser außergewöhnlichen und bislang weitgehend unbekannten Produktion.

 In über 150 Abbildungen, kenntnisreichen Texten von Angela Völker sowie Biografien der wichtigsten Künstlerinnen und Künstler werden die Spitzen und Stickereien aus der Produktion der Wiener Werkstätte erstmals umfassend präsentiert – und damit ein bisher weitgehend unbekannter Schatz früher Designgeschichte ans Licht gebracht.

Christoph Thun-Hohenstein / Angela Völker (Hg.)

 Die unbekannte Wiener Werkstätte

 Stickereien und Spitzen 1906 bis 1930

 144 S., 21 x 29 cm, 112 Abb. in Farbe und 43 in Schwarz-Weiß

 Hardcover Deutsch / Englisch Euro 34 [D]

 ISBN 978-3-89790-511-5