21.01.26 – Heimtextil 2026 — read English version
Heimtextil stärkt Entscheideranteil
Mit 48000 Einkäufern und 86 Prozent internationaler Besucherstruktur bot die Heimtextil klare Orientierung in einer Branche, die von geopolitischen Verschiebungen und veränderten Beschaffungsstrukturen geprägt ist.
Globale Orientierung in unsicheren Märkten
Die Heimtextil 2026 zeigte, wie stark die internationale Textilbranche verlässliche Plattformen benötigt. 148 teilnehmende Nationen und 3000 Aussteller bildeten ein breites Spektrum entlang der Wertschöpfung ab. In diesem Kontext erhält die Messe eine besondere Bedeutung. Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt, formulierte es so: „Volatile Zollpolitik und geopolitische Unsicherheiten verändern globale Beschaffungs- und Handelsstrukturen. Gleichzeitig gewinnen Märkte in ASEAN und Europa an Bedeutung. Der Bedarf an Orientierung, Markttransparenz, belastbaren Partnern und neuen Geschäftsmöglichkeiten steigt. Gerade in der aktuellen Zeit ist eine verlässliche Plattform wie die Heimtextil als zentraler Anlaufpunkt für die globale Branche unverzichtbar."
Der Anteil an Top-Entscheidern lag bei 78 Prozent. Für Anbieter funktionaler oder designorientierter Textilien ergibt sich damit eine hohe Relevanz, da strategische Einkaufs- und Sortimentsentscheider in großer Zahl präsent waren.
Interior Architecture Hospitality im Fokus
Das Programm Interior Architecture Hospitality bot Anknüpfungspunkte für Unternehmen, die im Objektgeschäft aktiv sind. Mit Blick auf Office, Hospitality oder Healthcare wurden Lösungen gezeigt, die funktionale Anforderungen und neue Nutzungskonzepte aufgreifen. Die ab 2027 geplante Kooperation mit Hospitality Interiors Europe erweitert diesen Zugang um eine weitere Plattform für hochwertiges Objektgeschäft.
KI als Impuls für Entwicklung und Prozesse
Unter Texpertise Focus AI wurde sichtbar, wie KI Design-, Daten- und Workflow-Prozesse unterstützen kann. Konkrete Beispiele reichten von Kreativunterstützung bei Entwürfen bis zu Werkzeugen für Datenmigration und tägliche Abläufe. Patricia Urquiolas Installation verdeutlichte zusätzlich die Verbindung aus KI, Materialinnovation und nachhaltigen Gestaltungsansätzen. Für Unternehmen entlang der textilen Kette bot dies Anregungen für eigene Entwicklungs- und Arbeitsprozesse.
Hohe Wiederkehrquote als Stabilitätssignal
68 Prozent wiederkehrende Besucher und eine internationale Quote von 86 Prozent unterstreichen die Bedeutung der Heimtextil für Markttransparenz und langfristige Beziehungen. Für Hersteller, Handel und das projektorientierte Geschäft bleibt Frankfurt damit ein zentraler Ort, um Trends, Materialentwicklungen und Entscheider gebündelt zu erreichen.



