25.02.26 – Bewährte Verfahren neu gedacht — read English version
CHT gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis
Das nachhaltige Färbeverfahren Pigmentura der CHT Gruppe zeigt eindrucksvoll, wie die Weiterentwicklung bewährter Verfahren zu erheblichen Fortschritten bei der Ressourcenschonung und beim Umweltschutz in der Textilproduktion führen kann.
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ehrt besonders nachhaltige Leistungen in Wirtschaft, Kommunalverwaltung und Forschung.
Die Fachjury in der Kategorie Produkte zeichnete nun Produkte aus, die in einem der fünf Bereiche Klima, Ressourcen, Natur, Gesellschaft, Wertschöpfungskette besonders zur nachhaltigen Transformation beitragen. Der Fokus lag auf Lösungen, die sich positiv auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken und neue Maßstäbe für nachhaltige Produkte setzen. Dazu gehört das Färbeverfahren Pigmentura der CHT Gruppe.
CHT Chief Sustainability Officer Dr. Annegret Vester:
„Die Entwicklung chemischer Produkte und Verfahren für eine nachhaltigere Textilherstellung ist für uns sehr wichtig. In den Bereichen Entwicklung und Anwendungstechnik haben wir schon immer mit unseren Kunden zusammengearbeitet, um energie- und wasserintensive Färbeprozesse nachhaltiger zu gestalten. Pigmentura zeigt, wie durch ein Umdenken bestehender Methoden völlig neue Verfahren entwickelt werden können: Beim traditionellen Pigmentfärben mussten die Pigmente mit speziellen Komponenten an das Textil „gebunden” werden, dies wurde bei Pigmentura durch Adsorbieren der Pigmente an der Oberfläche vereinfacht. Wir waren begeistert, wie viel Einsparpotenzial Pigmentura im Vergleich zum ressourcenintensiven klassischen, reaktiven Färbeprozess erzielte. Während der Entwicklung mussten zahlreiche Hindernisse überwunden werden, da jeder Schritt bis zur Prozessreife entwickelt werden musste. Das äußerst unterschiedliche Färbeverhalten aufgrund der Textilvielfalt wurde durch Pigmentura standardisiert. Pigmentura wird bereits weltweit in der Modebranche eingesetzt und sorgt für sauberere Flüsse, da ein geringerer Wasserverbrauch auch weniger Abwasser bedeutet. Wir sind auf dem Weg zu einem aktiven Umweltschutz in der globalen Textilindustrie.“
Auch entlang internationaler Lieferketten sehr wirksam
Das Pad-Dry-Verfahren ist wesentlich effizienter als herkömmliche Färbeverfahren und der Energieverbrauch, Salzbedarf, Spülwasserverbrauch, die CO2-Emissionen und Abwasserbehandlung werden deutlich reduziert. Dies spart sauberes Trinkwasser ein und trägt wesentlich zur Transformation einer der ressourcenintensivsten Branchen bei.
Die Jury lobte vor allem die Effizienzgewinne und Einsparpotenziale, von denen nicht nur einzelne Unternehmen profitieren, sondern die auch entlang internationaler Lieferketten sehr wirksam sein können. Solche Fortschritte sind sehr relevant für die Textil- und Modeindustrie. Die Jury würdigte eine Innovation, die eindrucksvoll zeigt, wie die Weiterentwicklung bewährter Verfahren zu erheblichen Fortschritten bei der Ressourcenschonung und beim Umweltschutz in der Textilproduktion führen kann.



