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20.06.17 – Lenzing — read English version

Die Landwirtschaft geht uns alle an!

Die Kunststoff-Vermeidung ist auch in der Landwirtschaft ein wichtiges Thema - Lenzing stellte auf der Techtextil 2017 eine botanische Lösung vor.

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„Wir arbeiten weiter daran, Tencel Fasern im botanischen Bereich zu verankern. Muschelnetze wurden bereits getestet und befinden sich an der Nördlichen Adria schon im Einsatz. „Auch dies ist ein Beitrag gegen die Verschmutzung der Meere“, so Marina Crnoja-Cosic überzeugt. © Lenzing

 

Auf der Agenda der EU steht das Thema Plastik an oberster und wichtigster Stelle, insbesondere im Zusammenhang mit dem europäischen Paket zur Kreislaufwirtschaft. Dieses liefert einen zentralen Ansatzpunkt, um den Lebenszyklus von Kunststoffen und das Recycling zu optimieren. Ein weiterer Grund für die Initiativen in diesem Bereich ist, dass 80% des Abfalls im Meer aus Plastik besteht.1

 Speziell in der Landwirtschaft werden jährlich 6,5 Millionen Tonnen von Kunststoffprodukten eingesetzt. Dazu gehören Agrarfolien, Unterziehfolien, Siloschläuche, Silagestretchfolien, Netzersatzfolien und Aufleitschnüre. Ein Großteil der verwendeten Kunststoffe landet nach dem Gebrauch im Abfall.

 Lenzing bietet nun eine Lösung für die Vermeidung von Kunststoffen an. Die aus dem natürlichen Rohstoff Holz hergestellten Fasern sind aufgrund ihres Faserprofils besonders gut geeignet und reduzieren durch ihren Einsatz Kunststoff in der Landwirtschaft.

 100% kompostierbar

 Tencel Fasern sind 100% biologisch abbaubar und sogar 100% kompostierbar. Unter kompostierbar versteht man den Nährstoffkreislauf von organischen Materialien unter Einfluss von Luftsauersoff und Bodenlebewesen. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Zuckerstoffe freigesetzt, die als Dünger einsetzbar sind. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt. Die Kompostierbarkeit von Tencel Fasern ist somit ein wesentlicher und ganz natürlicher Vorteil für die Landwirtschaft.

 Beste Haltbarkeit

 Die hohe Festigkeit der Fasern erlaubt einen geringeren spezifischen Materialeinsatz speziell bei Schnüren. Diese sind im Vergleich zu Baumwollschnüren dünner dimensioniert und weisen zudem eine höhere Festigkeit auf. Die Tragkraft solcher Aufleitschnüre, die je nach Pflanze bis zu 80 kg sein muss, ist über den Zeitraum des Pflanzenwuchses optimal gewährleistet. Und die Tencel Fasern sind rein, weisen keine Verunreinigungen auf. Sie wurden nach den EU Kriterien für Lebensmittelkontaktmaterialien geprüft und können somit ohne Bedenken für die Landwirtschaft sowie für Lebensmittel eingesetzt werden.

 „Zurzeit sind nur einige Produkte wie Aufleitschnüre, Seile sowie Vliese im Einsatz. Das Potential von Tencel Fasern in der Landwirtschaft ist jedoch groß. Die Menschheit steht vor einem Plastikproblem, wenn man bedenkt, dass Plastik bis zu 400 Jahre benötigt, um zu verrotten“, betont Marina Crnoja-Cosic, Leiterin des Bereiches Technische Textilien. „Jede Reduzierung des Plastikeinsatzes hilft unsere Umwelt zu schützen. Speziell in der Landwirtschaft sollen nachhaltige Materialien zum Einsatz kommen, das ist gut für uns Menschen und für die Umwelt“.