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13.04.18 – Bremer Baumwollbörse — read English version

US-Baumwoll­anbaufläche 2018 bei 2,75 Mio. Hektar

Geplant ist der Anbau von Upland Cotton auf 3,2 Millionen Hektar (+ 3,8 %) und extra-langstapelige Baumwolle (ELS) auf 63.500 Hektar (+ 1%).

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Der Baumwollanbau in den USA ist kostenintensiv - die momentanen Preise decken kaum die Produktionskosten © pixabay

 

Dies ist das Ergebnis der 37. Jahresumfrage, die der National Cotton Council (NCC) zu den Pflanzabsichten am Beginn der Saison in der Baumwollwirtschaft durchführte. Dazu Dr. Jody Campiche, Vize-Präsidentin, Wirtschaft & Politikanalyse des NCC: „Die bepflanzte Fläche ist nur einer der Faktoren, die das Angebot von Baumwolle und Baumwollsamen bestimmen. Letztendlich haben Wetter, Insektenbefall und landwirtschaftliche Bedingungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragshöhe.“

Cotton Belt

Bei einer angenommenen Ausfallrate von etwa 15 Prozent rechnet Campiche 2018 mit einer bestellten Fläche im „Cotton Belt“ der USA von 2,775 Millionen Hektar. Basierend auf einem geschätzten Ertrag von 944 kg/ha kalkuliert sie die Ernte mit 19,4 Millionen Ballen, davon 18,7 Millionen Upland- und 744.000 ELS-Baumwollballen.

Campiche ergänzend hierzu: „Die Erfahrung zeigt, dass sich die US-Farmer bei ihren Absichten an den relativen Preisen zum Entscheidungszeitpunkt der Anpflanzungen orientieren. Während des Umfragezeitraums waren die Preise der Baumwoll-Futures höher als die von konkurrierenden Feldfrüchten. Die Preisverhältnisse von Baumwolle zu Mais und Sojabohnen sind vorteilhafter als in 2017. Allerdings wird erwartet, dass Soja­bohnen eine starke Konkurrenz zum Anbau von Baumwolle sind, da diese niedrigere Produktionskosten haben. Während die Baumwollpreise sich im Gegensatz zu anderen Feldfrüchten verbessert haben, liegt der Preis für Baumwollsaat auf dem niedrigsten Level seit dem Vermarktungsjahr 2006. Damit erhöhen sich die Netto-Kosten der Entkörnung.

Viele Produzenten sehen sich auch in 2018 weiter mit wirtschaftlich schwierigen Bedingungen konfrontiert. Die Produktionskosten bleiben hoch und auch wenn die Ernte gut ausfällt, reichen die aktuellen Preise nicht unbedingt, um alle Produktionsausgaben zu decken.

Quelle: NCC, Februar 2018

Auszug aus Bremen Cotton Report Nr. 07-08 2018.

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