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15.08.19 – Digitalisierung und Künstliche Intelligenz — read English version

Techtextil und Texprocess und die Digitalisierung

Die Automatisierung bietet eine Lösung bei arbeitsintensiver Textilproduktion in Ländern mit Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

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Michael Jänecke, Direktor Brand Management Technical Textiles and Textile Processing bei der Messe Frankfurt: „Die Digitalisierung der Textilproduktion schreitet voran.“ © Messe Frankfurt

 

Michael Jänecke, Direktor Brand Management Technical Textiles and Textile Processing bei der Messe Frankfurt:

„Die Digitalisierung der Textilproduktion schreitet voran. Heute das Lieblingsdesign per App an den Hersteller senden und morgen den individuell entworfenen, passgenauen Sneaker oder das Hemd anziehen. Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Dahinter stehen jedoch komplexe Produktions-, Verarbeitungs- und Logistikprozesse. Microfactories sind der progressive Ansatz, anhand voll vernetzter Prozesse die Textilverarbeitung schneller, flexibler und auch nachhaltiger und lokaler zu machen und gleichzeitig individualisierte Produkte herzustellen.“

Digitalisierung

Mit Hilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sieht die Textilindustrie weltweit – auch in manchen Industrieländern mit höheren Kosten – einen Hoffnungsschimmer in Richtung Produktions-Wiederbelebung, dank des Einsatzes von auf Robotern und Automatisierung basierten „Smart Manufacturing“-Konzepten. Zwar können die Roboter die Arbeiter nicht komplett ersetzen, aber doch schon einige Prozesse in der Textilproduktion.

Veit

textile network sprach auf der Texprocess mit Sascha Dehl, Direktor Produkt/Innovation von Veit. Die auf der Messe vorgestellte neueste Version des „Shirt Finisher“ kann ein Hemd in 10 bis 15 s finishen. „Diese Maschine ersetzt die sonstige Arbeit mit den Händen und wird von Bekleidungsherstellern aus asiatischen, afrikanischen und latainamerikanischen Ländern gekauft, um so Produktions- und Arbeitskosten sparen zu können“, so Dehl. Besonderes Augenmerk wurde auf den Arbeitsschutz gelegt. Und so sei an der Maschine ein maximaler Schutz vor Hitze immer gewährleistet.

DA Group

Die in Kaiserslautern ansässige DA Group mit den Marken Dürkopp Adler, PFAFF Industrial und KSL präsentierte auf der Texprocess eine ganze Reihe an Industrienähmaschinen, Nähanlagen, Nähroboter und Schweissmaschinen, übersichtlich in den Produktionsgruppen Hemd/Bluse, Hosen/Röcke, Sakko, Jeans, Schweißen, Schuhe/Leder, Airbag/Reifencord, Technische Textilien, Polster und Automotive sowie Qondac (Industrie 4.0-Lösung).

 Für Dietrich Eickhoff, Vorsitzender der Dürkopp Adler Group, markiert die neue M-Type Delta „den Beginn einer neuen Ära des industriellen Nähens“. Das neue Nähsystem, ausgezeichnet mit dem Texprocess Innovation Award, ist eine voll digitalisierte Industrienähmaschine für textile Materialien ohne Umstellungsaufwand. Dafür sorgt unter anderem die neue Nähkinematik, mit der sofort beste Nähergebnisse erzielt werden, ohne dass die Maschine mechanisch verändert werden muss. Das Anlernen der Bedienperson ist gering, die Maschine gibt dem Bediener mittels Videoinformation klare Bedienungshinweise. Ausgestattet mit innovativer Sensorik sorgt die M-Type Delta dafür, dass nahezu keine Verluste von wertvollen Materialien durch Fehlstiche oder fehlenden Faden vorkommen.

Pfaff und KSL

Mit der neuen Pfaff 8311 wurde auf der Texprocess-Messe eine neue Generation von Ultraschall-Schweißmaschinen präsentiert. Neben der Regelung der Geschwindigkeit und der Schweißenergie lässt sich die Kraft während des Schweißens messen und konstant halten. Die Einstellung und das Handling der Maschine wird einfacher. Ein Schneidmesser rechts neben der Schweißnaht kann motorisch zu- und abgeschaltet werden.

 KSL zeigte zwei CNC-Nähautomaten mit 360 Grad drehbarem Nähkopf für perfekte Nähte beim multi-direktionalen Nähen. Die KL 110 wurde mit dem neuen DACcad Professional ausgestattet. Mit DACcad lassen sich komplexe Nahtdesigns erstellen, Maschinen-Einrichtungskosten senken und die Qualität der individuellen Nähguthalter steigern. Die KL 311 wurde mit dem neuartigen intelligenten Vision System präsentiert, das entstandene Toleranzen im Nahtverlauf kompensiert, die durch Materialschrumpfung und Toleranzen, u. a. beim Stanzen der Perforation, entstanden sind. Mit der Robotereinheit KL 500 (mit Nähkopf KL 558) zeigte KSL eine komplette 3-D-Nähzelle, wie sie in Produktionswerken für automobile Dashboardfertigung rund um den Globus im Einsatz ist. Auf der Anlage werden hocheffizient, prozesssicher und wiederholgenau komplette Dashboards abgesteppt.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Print-Ausgabe textile network 9-10/2019 mit Erscheinungstermin 27. August 2019.

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