25.02.26 – Vollständiger Verzicht in allen Bereichen — read English version
Vaude schließt PFAS-Ausstieg ab
Mit der Sommerkollektion 2025 endet bei Vaude der über 15-jährige Ausstieg aus PFAS. Alle Produktgruppen sind nun ohne die als gesundheitsschädlich geltenden Stoffe gefertigt.
Vaude hat PFAS in sämtlichen Sortimentsteilen entfernt. Dazu gehören Wetterschutzbekleidung, Rucksäcke, Schlafsäcke, Schuhe und wasserdichte Zelte. Die Umstellung reicht damit über das gesamte Outdoor-Sortiment. Für die Branche wird sichtbar, in welchem Umfang PFAS-freie Lösungen inzwischen eingesetzt werden können.
Der Weg zu alternativen Materialien war anspruchsvoll. PFAS wurden in der Outdoor-Industrie über Jahre als technischer Standard genutzt, besonders für langlebigen Wetterschutz. Vaude beschreibt die Ablösung dieser Stoffe als langjährige Aufgabe. Forschung an neuen Materialien spielte dabei eine zentrale Rolle. Ergänzend kamen Laborprüfungen und Praxistests hinzu, um die geforderten Funktionen sicherzustellen.
Bedeutung für Produktentwicklungen
Der abgeschlossene Prozess zeigt, dass PFAS-freie Materialien in funktionellen Anwendungen einsetzbar sind. Der Hersteller verweist dabei auf Erfahrungen aus der eigenen Entwicklung. Für Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie entsteht ein Hinweis darauf, wie sich Leistungsfähigkeit auch ohne diese chemischen Verbindungen erreichen lässt, wenn umfassende Tests und Anpassungen vorgesehen sind.
Ein langfristig angelegter Prozess
Der Ausstieg wurde bereits vor mehr als 15 Jahren angestoßen. Dass zwischen dem Entschluss und der vollständigen Umsetzung ein großer Zeitraum lag, verdeutlicht die Anforderungen an einen solchen Transformationsprozess. Der Schritt wird als langfristige strategische Entscheidung beschrieben.
Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von Vaude, sagt: „Dass wir diesen anspruchsvollen Weg konsequent und erfolgreich bis zum vollständigen PFAS-Ausstieg gegangen sind, ist ein wichtiger Meilenstein für Vaude – und das Ergebnis der engagierten Zusammenarbeit vieler Kolleginnen und Partner.“
Konsequenz für künftige Umstellungen
Der nun erreichte Stand zeigt, welche Entwicklungsphasen erforderlich sein können, um PFAS vollständig zu ersetzen. Gleichzeitig macht er deutlich, dass Alternativen verfügbar sind und bereits in Serienprodukten eingesetzt werden. Unternehmen, die über eigene Veränderungen nachdenken, können darin eine Orientierung für Aufwand und Ablauf eines solchen Prozesses erkennen.




