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13.10.17 – Hohensteiner Institute

Bio-Baumwolle? Kontrolle ist besser!

Bio-Baumwolle wird verstärkt nachgefragt. Ob Baumwolle und daraus hergestellte Endprodukte keine gentechnische Veränderungen aufweisen lässt sich prüfen!

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Bio-Baumwolle wird auf dem Weltmarkt verstärkt nachgefragt. Um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um Bio-Baumwolle handelt, sind Labortests gefragt, mit denen zuverlässig geprüft wird, ob die Baumwolle und daraus hergestellte Endprodukte gentechnische Veränderungen aufweisen © Hohenstein Institute

 

Laut Slow Fashion Monitor 2016 ist das Thema "Nachhaltigkeit beim Kauf von Bekleidung" inzwischen für 73 % der Käufer "wichtig". Das Thema Nachhaltigkeit und Bio-Baumwolle ist im Trend. Das belegt letztlich der Branchenumsatz, der bei konventioneller Mode um etwa zwei Prozent pro Jahr sinkt, während er bei nachhaltiger Kleidung jährlich um fünf Prozent wächst. Höhere Marktpreise für Roh-Baumwolle und daraus hergestellte Textilien sind dann gerechtfertigt, wenn der Nachweis für den biologischen Anbau des Rohstoffs auch tatsächlich erbracht ist.

Ein sicheres Nachweisverfahren für einen essentiellen Parameter von Bio-Baumwolle hat die Hohenstein Group entwickelt. Hierbei wird die verwendete Baumwolle zuverlässig auf gentechnische Veränderungen (GMO - genetically modified organism) geprüft.

Das Nachweissystem von Hohenstein wurde speziell für textile Produkte optimiert. Die Prüfung ist für Roh-Baumwolle über Garne und Gewebe bis hin zu konfektionierten Endprodukten möglich.

Warum sind GMO-Tests hilfreich?

Bio-Baumwolle erfordert unter anderem den Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen. Trotzdem finden sich immer wieder auch in Textilien, die als Bio-Baumwolle gekennzeichnet sind, gentechnische Veränderungen. Die Ursachen reichen von verunreinigtem Saatgut über Kontaminationen beim Anbau durch benachbarte Baumwollfelder bis hin zu Verunreinigungen bei der Verarbeitung der Baumwollfasern.

Die GMO-Tests von Hohenstein umfassen zwei Schritte. Vorab wird die Probe zerkleinert. Anschließend werden die Baumwollfasern mechanisch und enzymatisch aufgeschlossen. Das Erbgut (DNA) wird aus der Faser isoliert und in einem mehrstufigen Prozess aufgereinigt.

Eine gentechnische Veränderung liegt vor, wenn in der DNA spezifische Zielsequenzen (Markergene) vorhanden sind. Diese lassen sich molekularbiologisch nachweisen. Kontrollreaktionen dienen zum Nachweis unveränderter Baumwoll-DNA sowie zum Ausschluss falsch-negativer Ergebnisse.

Durch die GMO-Tests der Hohenstein Group erhalten Textilunternehmen, der Einzelhandel und nicht zuletzt die Verbraucher Gewissheit, dass es sich bei dem Endprodukt auch wirklich um Bio-Baumwolle handelt.