12.06.20 – Verschärftes Verhältnis zwischen China und USA

Baumwollmarkt instabil

Erneut erlebten die New York Cotton Futures ein stetiges Auf und Ab und das in einer weiten Bandbreite.

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Der Grund für diese schlingernden Bewegungen war wieder einmal das Verhältnis zwischen den USA und China. Zu Beginn des Berichtszeitraumes, 23. April bis 06. Mai 2020, sah es so aus, als würde China die Erfüllung des Phase-Eins-Abkommens angehen und im Rahmen dessen größere Mengen US-Baumwolle ordern. Was zu einem bullischen Trend am Markt führte. Als allerdings die Spannungen zwischen den Ländern aufgrund verschiedener Anschuldigen zum Ursprung des Covid-19-Viruses wieder zunahmen, dämpfte das die Erwartungen und der Markt schlug abermals in einen bärischen Trend um.

In Europa bewegt sich am Baumwollmarkt zurzeit nicht viel. Die Einschränkungen des Konsums führten zu einer verringerten Nachfrage auf Seiten der Retailer und der Spinnereien. Vielfach wurde versucht, die Verträge entweder zu stornieren oder aber die Lieferungen und Zahlungen auf spätere Termine im Jahr zu schieben.

Bremen Cotton Report – Ausgabe 17-18/2020